keine Widerrede im cockpit of doom!

Denn Klausuren korrigieren ist die einzig legitime Ferienbeschäftigung für den Pädagogen vom Dienst. Sagt der Steuerzahler an meinem Frühstückstisch.

Blick ins cockpit:

Später dann noch eine Supernova [da hatte jemand 14Punkte fabriziert :-) ].

einfach, weil mir dieser wundervolle Song heute morgen beim Frühstück galant über die Lippen spazierte

hochmotiviert ins neue Jahr bloggen: 2011 in review!

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Das ist sehr freundlich. Danke. Ob ich es wohl schaffe, meine mächtige Postfrequenz noch etwas zu erhöhen?

 

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 4.500 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Mein Geheimnis für volles Haar, porentief reine Haut und ein allseits freundliches Gemüt

Ohne Scheiß jetzt.

Hätte ich mehr Zeit und Muße, hätte ich zum Jahresende gern einen ganz ähnlichen Artikel verfasst

Beides ist aber gerade nicht im nötigen Überfluss vorhanden, daher hier nur der Hinweis auf eine sehr lesenswerte Kolumne, die heute in der FR erschienen ist. Warum? Weil sie mir aus der Seele spricht. Über Dinge, die wir eigentlich wissen. Und dennoch zuwiderhandeln. Selbstverständlichkeiten, die wir monieren, aber nicht ändern. Besinnung, die wir fordern, aber nicht einlösen. Obwohl wir es können. Und irgendwie auch tun, intuitiv.

Klingt kryptisch? Ist gewünscht. Der Text soll sich selbst entfalten können, hier der Weg dahin: „Wir Krisenverweigerer“ von M. Horx.

Howard Carter und der späte Fluch des Tutanchamun

Keine Ahnung, ob der berühmte Grabentdecker daran gedacht hatte, dass ihn ein missmutiger Verlauf seines Lebens treffen könnte, zur Strafe dafür, die  mehrere tausend Jahre währende Totenruhe des berühmten Pharaos gestört zu haben. Vielleicht bestand der Fluch darin, dass sein Name nicht in alle Ewigkeit korrekt in den Gedächtnissen der Menschen verankert sein sollte. Es spricht einiges dafür.

Denn wie ich bei der Korrektur des Geschichtstests einer 7. Klasse jüngst feststellte, hatte ein nicht unbeträchtlicher Teil der Klasse scheinbar den Auftrag erhalten, den Fluch zu vollstrecken. Hier das Best of:

Hauert Carter

Hawerd Carter

Harold Cater

Hovat Cater

Howert Charter

Howarrd Carter

Coutan Guillinds

Harvelt Cater

Fast möchte man eine Zeitreise unternehmen und Mr. Carter noch zurufen, was die Milkmen einst sangen ["Howard beware!"], aber ich fürchte, es ist zu spät.

 

 

konsequent weitergedacht

… hat der Reclam-Verlag die Idee, seine allseits beliebten gelben Heftchen weiter für den Alltagsgebrauch gestalten zu lassen, nachdem das vor einiger Zeit veröffentlichte und zugegebenermaßen echt knuffige  Universal-Notizbüchlein so ein veritabler Burner war: außer mir hab ich bislang niemanden damit gesehen.

Und was heißt „allseits beliebte gelbe Heftchen“?  Durch viele Schülerhände sind sie gegangen, nicht selten wahrscheinlich solche Reaktionen provozierend:

Aber dennoch: Passend zum bevorstehenden Jahresbeginn der oben angedeutete Hinweis auf ein relativ neues (erschien schon im Sommer) Alltagsprodukt aus dem Hause Reclam: der Universal Kalender für 2012. Das Design besticht erneut, die Idee ist schön gedacht und auch schön gemacht, die angebotene Praktikabilität puristisch, aber sinnvoll, ein wöchentliches Bonmot aus berühmten Mündern nicht neu, aber freundlich.  Für mich als Feld-, Wald- und Wiesenzweitkalender eine nette Anschaffung, fürs nächste Jahr das klare Universalgeschenk.

[clickclick für Vorschau und möglichen Erwerb]:

kalter Entzug

Ich glaub es war der Spiegel, der mich drauf brachte. Wiederholt tauchten in den letzten Monate Features, Interviews und Storys auf, die einen Bezug zu dieser Serie herstellten. Und ich erinnerte mich daran, schon vor längerer Zeit mal etwas darüber gelesen zu haben. Doch dieses Mal musste ich mir das genauer ansehen.

Die Rede ist von „The Wire“, der, so ein wahrscheinlich etwas verzerrter O-Ton, „besten Kriminalserie aller Zeiten“. Eine Serie wie ein mehrbändiger Roman, handelnd vom Niedergang der einst blühenden Stadt Baltimore an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Gedreht in den Jahren 2002-2008. Als wahrscheinlich letzter hab ich davon gehört, machte aber nichts, denn:

Was soll ich sagen? Die erste Staffel kam ins Haus und nach ersten Startschwierigkeiten (der anfangs überzogene Vulgärsprachgebrauch war etwas nervig, wird z.T. aber gut übersetzt) waren wir angefixt. Bedächtig entfaltet, klug erzählt, auf spannende Weise multiperspektivisch beleuchtet und mit vielseitigen Charakteren belegt – zentrales Thema: der Kampf gegen einen Drogenring.

Das daraufhin die zweite Staffel folgen musste, war fast schon zwangsläufig. Und die war sogar noch besser. Die Erfahrung, aus schierer Notwendigkeit des Verfolgens eines fulminanten Spannungsbogens 3h lang in die Welt der Hafenarbeiter von Baltimore einzutauchen, hab ich so auch noch nicht gemacht. Und das hätte jeden Tag so gehen können. Wirklich erstaunlich.  Man kann vermutlich die fünf Staffeln einfach so weggucken.

Es war also Zeit für die Reißleine. Und um ehrlich zu sein, es dauerte ein ganzes Wochenende, bis das Setting der 2ten Staffel aus meinem Kopfkino verschwunden war. Und um noch ehrlicher zu sein: Allein die Tatsache, dass lediglich die ersten beiden Staffeln mit deutschen Untertiteln zu haben sind, hat Schlimmeres verhindert.

Was bleibt? Eine wirklich spezielle und grandiose Unterhaltungserfahrung und zwei Staffeln im Regal, die ich an Locals (hey Ron!) gerne ausleihe. Und sonst? Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht, die wesentlichen Inhalte der Gesamtspieldauer der 1. Staffel [rund 760min.] in knapp 1min zu erzählen. Hat er gut hinbekommen:

 

Auch wg. der ganzen Links interessant: der deutsche Wikipedia-Eintrag zur Serie.

antizipierte Midlifecrisis

Dieser Gedanke überkam mich gestern, als ich zufällig über ein fulminantes Auto-Blog stolperte: Motoring Con Brio. Von Enthusiasten für Enthusiasten, so scheint es, neben reichlich wunderschönen Fotos gibt es vor allem einen Blick auf Automodelle, die einem schlicht den Atem verschlagen, wie z.B. dieser grandiose  XJS Station Wagon.  Da ringt die alltagspraktische Vernunft des 4,5l-Nissan-Micra Diesel-Fahrers mit dem Herzen und einer seltsam aufflackernden, kindheitsinjizierten Begeisterung für schöne automobile Formen.  Und ich frage mich: Wird es nicht bald Zeit für ein anderes Nissan-Modell? Auch mit 4,5l Verbrauch, aber eben bei jedem Drehen der Zündung?

As time will tell ist gefahrloses Gucken und freuen aus der Ferne sicherlich eine feine Alternative. Der Tipp steht oben, ob man zur dortigen „core audience“ gehört, kann ja jeder selbst herausfinden.

Frauen die auf Brüste starren

Ok, es war nur eine. Brust. Meine. Aber nach der Vorlage kam ich um den Einstieg nicht umhin.

Zurück zur Brust. Meiner. Zwei Frauen starrten sie gebannt an, letzte Woche im Schwimmbad. Und zwar nicht, weil ich so ein Hottie bin (ich stand noch an der Kasse), sondern weil ich meine Brust dazu benutzt hatte, ein wundervolles Motiv spazieren zu tragen. Nämlich dieses:

Gibts bei threadless. Absolut unterstützungswürdig, weil zu sweet! Und solange der Sommer währt, gibts keinen besseren Grund sich von Frauen auf die Brust starren zu lassen, oder?