Erziehung durch Kuchen

Es ist ein etablierter Brauch: muckert das Mobiltelefon während des Unterrichtes, ist in der nächsten Stunde ein Kuchen fällig.

Doch irgendwie hat sich diese Idee in meinem PoWi LK verselbstständigt, ist dabei aber zu einem veritablen Lern- und Erziehungsmodell mutiert:

1.  jegliches Fehlverhalten einzelner Individuen wird vom Kollektiv im Sinne des Gemeinwohls geahndet, der Mehrheitsbeschluss bestimmt: Kuchen. Egoistische Einzelinteressen haben gegen den Gemeinwillen wenig Chancen, Rousseau hätte seine Freude gehabt.

2. eine fachmännisch geführte Liste gibt Aufschluss über die [dann] fröhlichen Delinquenten und den Zeitpunkt der Lieferung. Für mehr Transparenz könnte wohl nur eine Webcam oder der Einsatz von Mumble sorgen.

3. das ausgeklügelte Bewertungssystem animiert die kreative Konkurrenz und schult den Sinn für Wettbewerb und das Leistungsprinzip, welches zum Wohle aller eingesetzt wird. Adam Smith hätte seine Zustimmung wohl nicht verweigert.

Der Erziehungserfolg? Phänomenal. Mobiltelefone kommen im Unterricht – außer zu pädagogisch wohlbegründeten Recherchen – nicht mehr vor. Und die einzig Leidtragenden sind bisher zwei Schülerinnen, die ausgerechnet Kuchen fasten. Allerdings empfinden sie es gar nicht so.

Win/Win allenthalben.

Bildungsauftrag

Falls am Stammtisch mal wieder die Rede darauf kommt, wofür Schule eigentlich noch gut sein soll.

Auch geeignet für Eltern, deren Kinder Weisheiten von ihnen schon lange nicht mehr hören wollen.

Stöckchenalarm am frühen Morgen

Jens pingt hier rum und wirft mit Stöckchen um sich und ich habe heute zufälligerweise einen freien Tag und haufenweise Muße am Start. Los gehts also:

1. Was ist Dein als letztes gekauftes Album ( MP3, CD oder Vinyl ) ?!

Mir nichts dir nichts ereilte mich kürzlich ein kurioser oldschoolflash und ich trat eine Reise in die Vergangenheit an: Ich wollte mal wieder die Hard-Ons hören: Love is a battlefield of wounded hearts heißt das Album (als CD).

2.  Machst Du in diesem Jahr Urlaub und wenn ja wo geht es hin ?

Yeah! Nach der fulminanten Irland-Rundreise im letzten Sommer, gehts dieses Jahr wieder in den Norden, Flensburg und Kiel sind Fixpunkte, von dort wird dann die Gegend erkundet (einschließlich Dänemark). Dass der Norden bzw. Nordosten regiert, haben wir vor zwei Jahren ja schomma festgestellt :-).

3. Mach ein Foto von Deinem Handy !

here you go:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Was ist Dein Lieblingsgetränk und warum ?

Nachdem ich zu Weihnachten zwei Fläschen Portwein (1x Tawny, 1x White) aus dem Hause Martha´s geschenkt bekam, bin ich auf einen neuen Geschmack gekommen. Warum? Im Abgang hat er (ich begann mit dem Weißen) ein unglaublich mild-fruchtig-süßes Aroma. Sehr, sehr fein. Außerdem ein Getränk, das man in Maßen genießen muss, das mag ich auch.

5. Welchen Blog hast Du vor mir gelesen ?

Da mich heute die Muse küsste und ich einen frischen Artikel schreiben wollte, meinen eigenen. Dabei sah ich allerdings deine Stöckchen-Einladung!

PS: Anstatt das Stöckchen weiterzuwerfen, hier eine spontanes Quiz [5 Preise statt 5 Fragen]: Wer aufgrund der fulminanten Skizze mein Handy-Modell identifizieren kann, erhält einen Preis seiner oder ihrer Wahl. Zur Auswahl stehen:

1x Flaschenkühler mit Umhängegurt [ohne Flasche, ist nur Deko] , 1x Guinness Briefbeschwerer,  2x Blechkarten mit Briefumschlägen, 1x nobles Kugelschreiberetui, 1x Rove Radio mit Mp3 Speaker Dock.

Die Portokosten gehen aufs Haus, ihr müsstet nur eure Adresse hinterlassen (geht auch per Mail).

Katze im Sack is nix, ich weiß, daher hier eine kleine Bildergalerie:

Viel Erfolg!

übers Ziel hinaus

Neulich wurden wir auf der Straße von zwei Knirpsen angehauen: ob wir denn glauben würden, dass die Entwicklung der Umwelt etwas mit menschlichen Einflüssen zu tun habe. Ein daumennagelgroßes Aufnahmegerät wurde unter unsere Nasen gehalten, die beiden brauchten das Interview für den Schulunterricht.

Nachdem ich die Frage (gemeint war der Klimawandel) bejaht hatte, ging es gleich weiter: Und, wie schützen SIE die Umwelt?  Öhm.

Nach kurzer Bedenkzeit zählten wir abwechselnd gewohnheitsmäßige Handlungen auf, die zu dieser offen gestellten Frage zu passen schienen:

1.  Eine für zwei Personen ausreichend große (i.e. kleine) Wohung, um den Gesamtressourcenverbrauch angemessen zu halten  – vgl. dazu auch den sog. ökologischen Fußabdruck:   Fußabdrucksrechner aus Österreich .

2. Nur EIN Wagen für zwei Personen, mit geringem Spritverbrauch und nicht allzu hohem Co2-Ausstoß, sonst Mitfahrgelegenheiten und die Bahn nutzen.

3. In der Stadt möglichst nur zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein.

4. Fleisch und Eier in Maßen konsumieren und wenn, dann im Bioladen des Vertrauens kaufen, um nicht Massenproduktion und damit verbundene Umweltverseuchung zu unterstützen.

5.  Ökostrom beziehen, um den Ausbau regenerativer Energien zu unterstützen.

Wir hielten inne und blickten in zwei kleine verdutzte Gesichter.  Der geballte Antwortenoverkill war scheinbar nicht das, was die beiden erwartet hatten. Zaghaft fragte das Mädchen: “Und trennen Sie auch den Müll?”

keine Widerrede im cockpit of doom!

Denn Klausuren korrigieren ist die einzig legitime Ferienbeschäftigung für den Pädagogen vom Dienst. Sagt der Steuerzahler an meinem Frühstückstisch.

Blick ins cockpit:

Später dann noch eine Supernova [da hatte jemand 14Punkte fabriziert :-) ].

einfach, weil mir dieser wundervolle Song heute morgen beim Frühstück galant über die Lippen spazierte

hochmotiviert ins neue Jahr bloggen: 2011 in review!

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Das ist sehr freundlich. Danke. Ob ich es wohl schaffe, meine mächtige Postfrequenz noch etwas zu erhöhen?

 

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 4.500 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Mein Geheimnis für volles Haar, porentief reine Haut und ein allseits freundliches Gemüt

Ohne Scheiß jetzt.

Hätte ich mehr Zeit und Muße, hätte ich zum Jahresende gern einen ganz ähnlichen Artikel verfasst

Beides ist aber gerade nicht im nötigen Überfluss vorhanden, daher hier nur der Hinweis auf eine sehr lesenswerte Kolumne, die heute in der FR erschienen ist. Warum? Weil sie mir aus der Seele spricht. Über Dinge, die wir eigentlich wissen. Und dennoch zuwiderhandeln. Selbstverständlichkeiten, die wir monieren, aber nicht ändern. Besinnung, die wir fordern, aber nicht einlösen. Obwohl wir es können. Und irgendwie auch tun, intuitiv.

Klingt kryptisch? Ist gewünscht. Der Text soll sich selbst entfalten können, hier der Weg dahin: “Wir Krisenverweigerer” von M. Horx.

Howard Carter und der späte Fluch des Tutanchamun

Keine Ahnung, ob der berühmte Grabentdecker daran gedacht hatte, dass ihn ein missmutiger Verlauf seines Lebens treffen könnte, zur Strafe dafür, die  mehrere tausend Jahre währende Totenruhe des berühmten Pharaos gestört zu haben. Vielleicht bestand der Fluch darin, dass sein Name nicht in alle Ewigkeit korrekt in den Gedächtnissen der Menschen verankert sein sollte. Es spricht einiges dafür.

Denn wie ich bei der Korrektur des Geschichtstests einer 7. Klasse jüngst feststellte, hatte ein nicht unbeträchtlicher Teil der Klasse scheinbar den Auftrag erhalten, den Fluch zu vollstrecken. Hier das Best of:

Hauert Carter

Hawerd Carter

Harold Cater

Hovat Cater

Howert Charter

Howarrd Carter

Coutan Guillinds

Harvelt Cater

Fast möchte man eine Zeitreise unternehmen und Mr. Carter noch zurufen, was die Milkmen einst sangen [“Howard beware!”], aber ich fürchte, es ist zu spät.