sukzessive entwicklung zum guten

Beiträge vom März 2008

Religion nur für Schwache ?

März 28, 2008 · 2 Kommentare

Im Jahre 1993 hörte ich das Demotape einer deutschen Punkrockband, das auf einiges Potenzial schließen ließ. Die Band hieß Muff Potter. Zwischenzeitlich nicht weiter verfolgt, entdecke ich kürzlich – 15 Jahre später – die aktuelle Scheibe als Sonderangebot (2,- !) an der Kasse eines Elektrofachgeschäftes – die hatten wohl ihr Klientel falsch eingeschätzt. Für mich ein witziger Backflash, also Scheibe eingepackt und losgehört – Gesamteindruck: ganz geil. Klar haben die Texte zuweilen etwas pathetisches (mit ner Flasche Absolut im Fotoautomat sitzen), aber ok, jedem seine Lebenswelt, zumal die klugen Zeilen dominieren. Eine Songzeile blieb aber doch hängen, entnommen dem Song das seh ich erst wenn ich´s glaube, in dem es heißt „für die Schwachen gibt es Regeln, für die Schwächsten Religion“.

Nun kann man die Provokationseinladung einfach annehmen und angepisst darüber referieren, warum man als religiöser Mensch nicht „schwach“ ist. Oder aber – sine ira et studio – das Argument aufnehmen und diskutieren, warum Schwäche keine Motivation für religiösen Glauben darstellen kann bzw. nicht darstellen sollte. Solch ein Versuch wird hier unternommen (aus christlicher Perspektive).

Die o.g. Zeile erinnert mich an das klassische Argument, Religion diene allein der Kontingenzbewältigung, also der Bewältigung von Zufälligkeit (z.b. menschlichen Erfolgs oder Misserfolgs, des Todes, Krisen etc.), die uns trotz aller Kontrolle und umfassend praktizierter Risikominimierung immer wieder ereilt und ratlos macht. Wenn bestehende Sinnangebote (z.b. Selbstverwirklichung, Konsum bzw. Konsumkritik) nicht mehr greifen, entsteht u.U. das Bedürfnis nach „etwas höherem“, einer wohlmeinenden übergeordneten Instanz. Mit etwas globalerem Fokus formulierte es Jürgen Habermas in einem Dialog [S.27] mit dem damaligen Kardinal Josef Ratzinger wie folgt: „[...] so trifft das Theorem, dass einer zerknirschten Moderne nur noch die religiöse Ausrichtung auf einen transzendeten Bezugspunkt aus der Sackgasse verhelfen könne, auch heute wieder auf Resonanz.“

Religion nur als „Notnagel“ für die Daseinbewältigung zu betrachten lenkt jedoch davon ab auch zu gewichten, welchen Herausforderungen sich der Gläubige aussetzt, wenn er sich dazu entschließt, seine Welt durch den Glaubenswinkel zu konstruieren. Denn er bewegt sich in einem nicht unbedeutenden Maße auf den „Nachtseiten der Vernunft“, wie es der Theologe Friedrich Wilhelm Graf einmal sehr treffend ausgedrückt hat. Dazu gehört, dass eben nicht auf alle Fragen Antworten erfolgen und daraus resultierend auch nicht wirklich eine Erleichterung der Alltagsbewältigung. Vielmehr gehört dazu ein ganz neues Spektrum an Herausforderungen und wäre nicht die alle innerweltlichen Anstrengungen rechtfertigende Jenseitshoffnung, stellt sich die banale Frage, warum man sich überhaupt einen solchen Stress machen sollte. Sich zu reinem Gutmenschentum inspirieren zu lassen gelingt auch ohne Religion. Die Alltagsbewältigung ebenso, da fast immer zwischen einer Sachebene (die der rationalen Erklärungen) und der Deutungsebene (die der religiösen Interpretation) unterschieden werden kann – und manches Mal ist es gar hilfreicher, es bei ersterer bewenden zu lassen (man denke nur an die Thematik der Theodizee).

Solche und andere Zweifel und Ungereimheiten auszuhalten erfordert ein gehöriges Maß an Stärke und Selbstreflexionsfähigkeit, auch Einsichten und Demut. Ist man bereit dies aufzubringen, bietet der christliche Glaube in der Summe ein überzeugendes Deutungsangebot und erscheint mir als sinnvollste Entscheidung zur Rahmung und Ausrichtung von Leben. Schwachheit hat darin seinen berechtigten und auch gewünschten Platz, jedoch sollte die gelebte Schwachheit im wachen Bewusstsein von Mündigkeit verankert sein – sonst drohen die Rattenfänger.

„Life is a battle between faith and reason in which each feeds upon the other, drawing sustenance from it and destroying it.” Reinhold Niebuhr

 

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Wasserkocherschnüffeln

März 26, 2008 · Kommentar schreiben

Als passionierter Teetrinker (hier mein Tipp für alltäglichen Genuss) kann ich auch nur einen Tag ohne Wasserkocher nicht aushalten :-) – und als kürzlich mein altes Schrottding seinen Geist aufgab, musste natürlich schnellstmöglich ein Neuer her.

Gedacht, getan, gekauft – und weil der Gewünschte nicht vorrätig war, spontan ein Billig-Angebot wahrgenommen. Leider. Die Kochlautstärke (vergleichbar mit einer startenden 747) ließ sich noch ertragen, das Edelstahlgehäuse schon weniger. Denn: auch nach gründlicher Reinigung und zahlreichen Tassen ließ sich der metallische Nachgeschmack des Wassers (bzw. Tees) nicht länger verdrängen. Mist. Also wieder los.

So kam es dann, das meine Freundin und ich in verschiedenen Fachgeschäften eine scheinbar neue Spezies des kritischen Konsumenten etablierten ( gemessen an den konsternierten Reaktionen der Verkäuferinnen und Verkäufer): die professionellen Wasserkocherschnüffler. Packungen auf, Nase rein, tief durchgeatmet und Urteil gefällt.

Die simple Erkenntnis: die zumeist dominierenden Edelstahlkocher haben ein ziemlich prägendes Eigenaroma und das ist nicht lecker. Kunststoffgehäuse hingegen finden sich fast nur noch bei Billigkochern mit inakzeptabler Halbwertszeit. Doch das Suchen fand ein Ende und der naheliegende Kompromiss bestand aus Edelstahlboden mit Kunststoffgehäuse.

Der gefundene Kocher ist allerdings so gut, dass ich einmal mehr den Produktlobhudler mimen muss, aber warum nicht den guten Dingen des Lebens gesonderte Aufmerksamkeit zukommen lassen ?

Auf ein Tässchen,

 

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Schwalbenkönige

März 20, 2008 · Kommentar schreiben

Neulich beim Zocken (Fußball im Fun-Soccer-Modus: acht oder zehn Mann, kleines Feld und verkleinerte Tore, Kunstrasen, Bande und Netz – der Ball ist immer im Spiel, du immer am hecheln, sauanstrengend aber sehr geil :-) ) :

Flacher Direktpass in die Spitze, direkte Ballannahme, kurze Drehung und dann die Kollision mit dem gegnerischen Abwehrspieler: obwohl dieser nur leicht berührt wird, fällt er um wie die FDP in Koalitionsverhandlungen. Völlig unverdienter Freistoß und Ende eines schönen Spielzugs. Dann der Gegner: außen über die Bande, an zwei, drei Spielern vorbei, ich muss zur Tat schreiten. Ich geh zum Ball (und zum Mann, aber ERST zum Ball ;-) ), er fällt, ich fluche – doch nicht schon wieder ! Was für Heuler ! Grinsen beim Gegner.

Nun, wir spielen nicht verbissen, sondern mit Augenzwinkern. Aber auch nicht mit Nivea-Creme an den Armen. Persönlich liegt mir die argentinische Spielweise: hart aber fair, ein bisschen Einsatz muss schon sein, ein bisschen Zizzeln auch – Nehmerqualitäten gehören dazu, da ist mir Wayne Rooney sympathisch. Nicht jede zarte Wadenberührung ist gleich Grund, theatralisch mit den Zähnen den Rasen zu pflügen.

Solch eine Spielweise kann man verkörpern und somit als positives Vorbild dienen. Seit kurzem kann man sie aber auch als Statement auf der Brust tragen (vorausgesetzt, die Mitspieler verfügen über die kulturelle Intelligenz, die Metapher auch lesen zu können):

antischwalbenshirt.jpg

Ein wundervolles Bekenntnis zur Sportart Fußball (den manche gelegentlich mit Basketball verwechseln) – das fulminante „Antischwalbenshirt“ von 11 Freunde. Geniale Idee, hochwertige Ausführung und akzeptaber Preis – fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch sehr praktisch – wenn der Gegner nach einem Foul rumflennt, einfach grinsend aufs Shirt zeigen (und dann Fersengeld geben !)

 

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Rauchstop

März 19, 2008 · Kommentar schreiben

„Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen“, „Rauchen kann tödlich sein“, „Rauchen führt zu Impotenz“ – diese und zahlreiche andere Warnungen sind dem gemeinen Raucher nicht unbekannt – und ich schätze mal, er bzw. sie quittiert die entsprechenden Aufschriften beim Griff in die Schachtel oder den Beutel u.a. mit einem verdrängenden „Mag sein, aber ich komme schon davon.“ Oder aber mit Humor. Oder mit Heinz Strunk: „Rauchen ist einfach geil“.

Humor ist auch meine Domäne und da ich neulich dieses Stilleben hier entdeckte,

kippenautomat.jpg

zudem ein konstruktiv denkender Zeitgenosse bin, hier mein Vorschlag für die künftige Gestaltung von Kippenpackungen: weg von Schocktexten in Todesanzeigenoptik, hin zur visuell aufreizend gestalteten Darstellung der Rauchfolgen (hier: Verrohung der Persönlichkeit inkl. Hang zur Beschaffungskriminalität) – ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte – und warum nicht auch unterhalten beim Mahnen ?

 

Kategorien: Alltag · Raucherentwöhnung
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Augenplage Google-Ads

März 18, 2008 · Kommentar schreiben

Eine Schülerin äußerte einmal ihr extremes Unbehagen neben einem bestimmten Mitschüler sitzen zu müssen mit dem charmanten Ausruf: „Uaah, wenn ich den sehe, krieg ich Augenaids !“

Der Diss saß ( sitzen bleiben musste sie trotzdem :-) ) und schmunzelnd nahm ich den Begriff zur Kenntnis bzw. in meine Sammlung origineller Wortfindungen auf – und erinnerte ihn kürzlich beim Navigieren durchs Netz : beim Betrachten zahlreicher, mit Google-ads vollgemüllter Seiten.

Ich weiß, ich weiß, Google macht seinen Schnitt u.a. durch Werbung und verspricht auch, thematisch passende Anzeigen unauffällig auf den Seiten zu schalten – wenn man aber den Inhalt schwerlich noch identifizieren kann, tut man dem geneigten Navigationskapitän keinen Gefallen.

Klar ist auch ein Nebeneinkommen eine feine Sache, aber mein [frommer] Wunsch an all die Betreiber (und schönerweise gibt es tausende Gegenbeispiele) verschiedener Seiten ist doch: haltet eure Seiten rein, entbehrt verschandelnder Anzeigenexzesse und erfreut die Besucher mit dem Inhalt !

Danke  !

 

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Grandioses Buchdesign

März 17, 2008 · Kommentar schreiben

Zahllose Bücher erscheinen ständig, aber nicht immer bestechen sie durch eine gelungene oder gar schöne Aufmachung. Puristisches Corporate-Design wie z.b. bei den verschiedenen „Suhrkamp“-Reihen ist eine angenehme ästhetische Anti-These zur schrillen Gestaltung vieler Werke. Aber es geht doch schöner. Hier ein Beispiel:

Der Freiburger orange-press-Verlag hat ein sehr liebevolles Händchen bei der Gestaltung seiner Bücher. Letzten Herbst erschien dort Edward Bernays Klassiker „Propaganda“, das Schlüsselwerk zur Begründung der „Public Relations“. Die Edition aus dem Hause orange press macht dieses Werk erstmalig in deutscher Übersetzung verfügbar und es ist sehr lobenswert, dass der Verlag Bernays´ Werk nicht unkommentiert, sondern mit einem brillanten Nachwort des Medienwissenschaftlers Mark Crispin Miller versehen hat, der sich kritisch mit seinem Rezeptionsobjekt auseinandersetzt – Zitat: „Dass Propaganda selbst diejenigen leicht verführt, die die größte Abneigung ihr gegenüber empfinden, ist ein Paradoxon, das Bernays vollständig überblickte; und eines, das wir zumindest versuchen müssen zu verstehen, wenn wir die Welt verändern wollen, die Edward Bernays zusammen mit anderen für uns geschaffen hat (S. 156).“

Doch dieses überaus lesenswerte Buch ist auch ein visueller Genuss. Selten habe ich ein Produkt in der Hand, dessen Aufmachung mich so begeistert, dass ich es einfach nur ansehen kann und mich am Anblick und der Gestaltung erfreue. Anders bei „Propaganda“. Die Farbgebung ist schlicht – weißer Rand, schwarze Füllung, silberne und orangene Schriftzüge u.a. in Pixeloptik – aber packend. Die hochwertige Klappenbroschur ist ein haptisches Vergnügen, Layout und Format (15×20cm) ein absoluter Treffer. Schön, wenn Inhalt und Form eine so treffliche Symbiose eingehen !

Objekt der Lobhudelei:

cover_propaganda_gro.jpg

 

post scriptum: halte mich sonst eher am Inhalt auf ;-)

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Bildungsfernsehen

März 14, 2008 · Kommentar schreiben

Ich habe keinen Fernseher und genieße das sehr. Kein unnötiger Visualmüll, der sich in den Synapsen meines Hirns festsetzt, die Erfahrung einer wohltuenden Entschleunigung meiner Alltagswahrnehmung, viel Zeit um sinnvolle Dinge zu tun und auch keine GEZ-Gebühren für Formate, deren Lausigkeitslevel jeglicher Subventionsnotwendigkeit spottet. Der Blick in die Welt lässt sich mittels einer und/oder ergänzenden Qualitätszeitung sehr angenehm gestalten.

Dies verblüfft nur noch die Marketingmenschen, die mich gelegentlich telefonisch zu diversen Formaten befragen wollen, ansonsten treffe ich häufig auf jene, die ein solches Medienverhalten sehr gut nachempfinden können. Nichtsdestotrotz ist die Freude am bewegten Bild ein (anerzogener ?) notwendiger Reiz, dem unterschiedlich begegnet werden kann: Bewusst ausgewählte Filme schauen anstatt dem kritiklosen Massenkonsum zu fröhnen ist ein Beispiel.

Ein anderes – und hier komm ich mal zum Thema, bevor du dich fragst, was der Onkel hier so rumschwadroniert – ist natürlich Netzfernsehen. Die Fülle ist mächtig, von nerviger Werbung bleibt man auch hier nicht verschont. Aus der Masse der Angebote will ich eines herausgreifen, die mittlerweile recht hypigen TED talks. Geboten werden mehr oder minder kurze Vorträge zu und aus den Themenbereichen Technik, Kultur, Design in zumeist recht ansprechender Vortragsqualität (persönlicher Tipp: die Performances von Rives). Die Seite ist mittlerweile sehr gut strukturiert und lediglich die Werbung des Partners BMW gilt es vor jedem Video kurz auszuhalten.

Daher als Empfehlung für alle, die die Seite noch nicht kennen: vorbeischauen, auf ansprechendem Niveau unterhalten, inspirieren, motivieren, herausfordern lassen und wohldosiert Fernsehen :-) !

 

Kategorien: Netzempfehlungen
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dem buch- und lesefreund (der freundin) ans herz gelegt

März 13, 2008 · Kommentar schreiben

Muss hier mal eine Empfehlung loswerden ! Der bookchair ist ein wundervolles Produkt für jeden Buchliebhaber – insbesondere beim Exzerpieren von Texten eine geniale Hilfe: durchdachte Technik (stabiler Stand, drei Lesewinkel einstellbar, verschraubte Buchklemmen), Formschön und sehr nette Dessins. Erfreut mich schon seit Jahren !

bookchair

Der bookchair wird auf fairtrade-Basis in Indien hergestellt (der englische Hersteller unterstützt dort damit regionale Projekte im Bereich Bildung und Krankenversorgung) und ist aufgrund seiner Qualität eine Anschaffung fürs Leben.

Und nein, ich werde für diese Zeilen nicht bezahlt – aber geniale Produkte verdienen veritables Lobhudeln ;-) – Mehr Infos beim
Hersteller.

Kategorien: Sinnvolle Produkte
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Zur Formschönheit vegetarischer Gummibärchen

März 13, 2008 · Kommentar schreiben

..fand ich neulich einen interessanten chemischen Versuch – herkömmliche Bärchen (mit Gelatine) und Veggiebärchen (mit Stärke) beide behandelt mit destilliertem Wasser inkl. Nachtruhe im Schnappdeckelglas. Sehenswert ist das Ergebnis

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Reiz der Pornographie

März 12, 2008 · Kommentar schreiben

Ich habe jobbedingt des öfteren das „Vergnügen“ die Kopulationsakte anderer Menschen anzusehen. Verfolge das Genre sonst nicht, aber was mich verblüfft ist die Anzahl privater Akteure, die scheinbar nix besseres in Sicht haben, als ihre Sexualität im Hardcore-Format vor einer Kamera auszuleben.

Weit entfernt von klassischen Thesen zur Pornographie (vgl. Matthias Frings (Hg.): Fleisch und Blut. Über Pornographie, Rowohlt Verlag 1988) erscheint es mir auf den ersten Blick wie eine Mischung aus paradoxer Wohlstandsproblematik (Stichwort der sinnentleerten, weil säkularen Schnäppchengesellschaft) und hiermit verbundener, archaischer Rückbesinnung auf basalste Triebe mit vulgärem Zwang zur Exhibition (was gemeinhin mit dem Termin der „Unterschicht“ belegt wird, aber das triffts nur zur Hälfte, wenn auch Studenten involviert sind).

Auf den zweiten Blick mag es für manche mittlerweile ins Portfolio „zwanglos“ gelebter Jugendlichkeit zu gehören, auch mal Pornos gedreht zu haben – nur um sich dann später zu wundern, wenn der recherchegewiefte Personaler den Job verweigert, weil die BWL-Kenntnisse der Bewerberin nicht ganz zu ihrer cum-shot-Expertise passen.

Any further suggestions ?


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