Mein Arbeitgeber machte kürzlich schon die Umfrage zur Urlaubsplanung für die Sommermonate, was mich hauptsächlich an mein besonderes Verhältnis zum Thema Urlaub erinnerte - denn da ich die letzten zehn Jahre jobbend in Ausbildungskontexten zugegen war, ist der für viele Menschen gängige Jahresurlaub (bzw. für die Privilegierten: die Mehrfachjahresurlaube) schlicht nicht mein Thema gewesen. Mehr oder minder kuriose Themen waren für mich andere
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Aufgrund chronisch knapper Kasse habe ich eher das ganzjährige Einbinden von Wochenendtrips praktiziert und festgestellt: auch mit wenig Tschuckse lässt sich entspannen, etwas sehen und erleben und seien es - damals aufgrund Beihilfe zu einem Umzug - prickelnde Metropolen wie Wernigerode im Harz (schönes Städtchen by the way).
Für diesen Sommer bin ich noch planlos, außer Jack Johnson auf der Loreley steht noch nix an, was in die Richtung Sommergestaltung geht - das Wetter ist hierfür gerade auch nicht wirklich hilfreich, die Kasse schon gar nicht. Verzweiflung darüber ereilt mich nicht, eine Mischung aus Bescheidenheit und Vorfreude auf andere Zeiten trägt mich durch die Tage.
Das Vorfreudeprinzip operationalisiere ich seit einigen Jahren schon mit einer sehr netten Urlaubsmetapher, der Anblick erinnert mich daran, dass der Trip durch Skandinavien in einem alten 245er Volvo Station Wagon irgendwann Wirklichkeit werden wird (falls es im Jahre 3016 noch alte Volvo Kombis gibt). Hier das Bild:
Geschossen mit einer lausigen Polaroidkamera irgendwo in der Wetterau, ich glaub Rosbach wars, stand dieser Amicamper aus den späten 70er Jahren zum Verkauf. Dooferweise konnte ich die 8000,- Eus nicht aufbringen und begnügte mich daher mit den Aufnahmen. Innen mit Velourspolstern ausgeschlagen (leider keine Bilder davon gemacht), sehr gemütlich und wohnlich rüberkommend, das sehr spartanische Cockpit tat dem positiven Eindruck keinen Abbruch, denn äußerst unklobig und ästethisch wertvoll geschnitten (erinnert mich irgendwie an einen alten Datsun) kommt das Pick-Up-artige Gefährt daher.
Die beiden Bilder begleiteten mich durch die Wohnungen der letzten Jahre und stiften, sobald mein Blick sie streift, wohlige Eindrücke und herzenswärmende Vorfreudegedanken, darüberhinaus aber auch die mahnende Erinnerung, meinen Traum auch einmal zu realisieren - woran ich mehr oder weniger intensiv arbeite
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dfn
PS: Interessierte oder in ähnlicher Lage Vorfreude Praktizierende können diesen Post gerne als Einladung interpretieren, über ihre Strategien und Metaphern zu schreiben - würde mich sehr interessieren darüber zu lesen, ob und wie das andernorts gestaltet wird !
Veröffentlicht in Alltag | Schlagworte: Urlaub, Urlaubsmetapher, Vorfreude


