Beiträge vom Mai 2008
childhood memories
Mai 30, 2008 · Kommentar schreiben
Kategorien: Sprache
Mit Tag(s) versehen: Erziehung, Kindheit, Phrasenalarm
Kuriose Versprecher
Mai 26, 2008 · 2 Kommentare
Die psychologische Erklärung gilt es irgendwann mal einzuholen, bis dahin sammle ich aber erstmal ein wenig empirisches Material. Aus der -hoffentlich nicht allzu beständigen- Reihe „kuriose Versprecher“ hier ein nettes Exemplar, angelegt als Rätsel (die Lösung wird in den nächsten Tagen ergänzt):
Baarbeheinung
bin gespannt !
dfn
Kategorien: Alltag · Sprache
Mit Tag(s) versehen: Rätsel, Silbendreher, Versprecher
Es gibt immer eine Lösung – immer !
Mai 21, 2008 · Kommentar schreiben
Jup, das war der stets wiederholte Leitspruch einer Spielsession, die kürzlich einen schönen Grillabend bei mir bis dato unbekannten (retrospektiv: sehr sympathischen ) Freunden meiner Liebsten beschloss. Das aufgefahrene Spiel war „Ubongo“ (für Spielefreaks wahrscheinlich ein alter Hut) und ist so etwas wie eine Mischung aus manuellem Tetris und geschickt konstruiertem Diamanten sammeln. Als Neulinge standen wir in der ersten Runde noch einigermaßen auf dem Schlauch, die Aufgabe, auf Zeit drei tetris-ähnliche Blöcke auf einem kleinen Feld anzuordnen, trieb mich zunächst fast zur Verzweiflung. Die wurde mir jedoch nicht gestattet, denn: „Es gibt immer eine Lösung ! Die passen alle ! Probiers einfach weiter !“ Hm. Eine Minute ist so verdammt schnell vorüber, wenn Synapsen dösen. Die nebenbei geschlürften Bierchen waren sicherlich auch keine große Hilfe
. In der zweiten Runde lief es etwas besser und mein Ehrgeiz war vollends geweckt, nachdem ich kapiert hatte, worum es ja eigentlich ging: das systematische Steine sammeln.
So entwickelte sich eine Dynamik, die mich an einen charmanten Witz von Demetri Martin erinnerte, der (sinngemäß) festhielt:
„You know, there are so many board games with so many different titles. But sometimes it seems that they all have the same title: ´which one of my friends is a competitive asshole ?´ Ah, looks like tonight we played Steve !“
[von der Cd "These are Jokes"]
Den bezog ich altruistischer Weise natürlich auf mich, aber die anderen waren zu sehr mit Zocken beschäftigt, als sich um solche Ablenkungsmanöver zu kümmern. Das Spiel machte wirklich Spaß (und das nicht nur, weil ich die dritte Runde knapp aber glorios gewinnen konnte
), daher mal wieder ein Post für die Kategorie „schöne Produkte“ und eine Empfehlung für Menschen, die intelligent gemachte Spiele mögen. Bin selber eigentlich kein gewohnheitsmäßiger Zocker, den letzten Begeisterungssturm löste bei mir vor Jahren „Abalone“ aus, aber „Ubongo“ hat mich wirklich positiv überrascht.
Aber, anstatt zu faseln, lieber hilfreiche Links, hier einer (kurze, aber gute Spielvorstellung) und hier noch einer (Auswahl von Shops).
Viel Spaß !
dfn
Kategorien: Alltag · schöne Produkte
Mit Tag(s) versehen: Demetri Martin, Lösung, Spielen, ubongo
Kundenzufriedenheit
Mai 20, 2008 · Kommentar schreiben
Als wandelndes Zahnsanierungsprojekt (ein erfahrungssatter Prophylaxetext für Kinder ist jüngst auf diesen Seiten erschienen) bin ich natürlich ein Freudenquell meines Zahnarztes. Hobbies finanzieren, Urlaube bequemlichen, Fixkosten decken, Arbeitsplätze sichern – I contribute.
Doch die Spontanfreuden sind andere: „Ahh, Eine hübscher als die Andere, na, haben Sie heute schon ihr Vitamin A genommen ?“, begrüßte er kürzlich seine weibliche Belegschaft. Der coole Hund. Als Reaktion auf meine kühne Anfrage, ob personifizierter Augenschmaus ein zentrales Einstellungskriterium in diesen Hallen sei, erntete ich einen Knuff in den Arm. Den konnte ich natürlich wegstecken, denn meine Arme sind nicht mal ein Drittel so anfällig wie mein Gesichtssteinbruch. Aber auf sich sitzen lassen konnte er es dann doch nicht.
Ich hatte es mir im Behandlungssitz aus diesem körperschmeichelnden Hartleder gerade bequem gemacht, die Sabberserviette angelegt und harrte der Dinge, da hallte die verspätete Replik durch die Praxisräume: „Ach, der Herr L. kommt doch nur wegen Ihnen so oft hier vorbei !“. Angesichts der jüngst abgeschlossenen – rund 700,- Tacken teuren – Behandlung nickte ich einer geschmeichelten Angestellten kurz zu und rief zurück: „Ist ja auch nur unwesentlich teurer als ein Date !“. „Hey, hier bekommen Sie einen Espresso, da müssen Sie einen ausgeben !“, kam es retour. „Für Ihre Tarife kann ich drei Jahre lang Espresso trinken“ schloss ich ab. Ich spürte einen Hauch gegenseitiger Sympathie. Vielleicht wars aber auch nur Einbildung.
Schließlich kam er rein und berichtete davon, wie schwer es an jenem Morgen war, sich von der sonnenbefluteten Couch und Bob Dylans Unplugged-Aufnahmen zu trennen. Die Sympathie wuchs. Natürlich kannte ich Dylan, mag ihn sogar ganz gerne – die alten Aufnahmen zumindest – empfahl ihm aber trotzdem die aktuelle Jack Johnson-Scheibe (das schöne Wetter inspirierte mich). Die nachfolgende Behandlung verlief kurz, schmerzlos und erfolgreich. Zufrieden verabschiedete ich mich: „Ok, dann bis in drei Jahren !“ – „Ja, aber dann mit zehn Implantaten !“ Halodri.
Am späten Nachmittag klingelte das Telefon: „Ja, Hallo Herr L., Praxis Dr. G., sie hatten doch vorhin eine CD erwähnt, können Sie mir den Titel nochmal durchgeben ?“ Was für eine nette Praxis.
dfn
Kategorien: Beim Zahnarzt
Mit Tag(s) versehen: Bob Dylan, Jack Johnson, Zahnarzt
Enjoy: Demetri Martin
Mai 16, 2008 · Kommentar schreiben
Ich mag Demetri Martin. Er ist der gegenwärtig originellste Comedian und noch dazu einer, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient. Hab längere Zeit nicht mehr bei youtube gestöbert, aber vorhin ein komplettes (älteres) Set (Name: „If I“) in 1a-Qualität entdeckt, das ich hier mal teilen muss. Es besticht durch den entlang des Showthemas entsponnenen biographischen Faden und Menschen, die sich auf so origenelle Art und Weise reflektieren und dabei noch auf ansprechendem Niveau unterhalten, verdienen alle Lobhudelei, zumindest aber ein Feature. Also, wenns passt, nimm dir eine gute 3/4h Zeit und genieße die Kunst von Demetri Martin ! Off you go:
Nun, du musst zum Schauen natürlich nicht auf diesem Blog hier rumhängen, sondern kannst dort direkt ad fontes einsteigen
Edit: ist wohl zuviel des Guten fürs System gleich sechs Videos zu verlinken, daher hier nur das erste als Teaser (und dann – siehe oben – einfach bei youtube durchklicken)
schönen Tag !
dfn
post scriptum: es gibt eine sehr nette CD/DVD-Box von ihm und zwar schon sehr günstig, schaue einfach mal hier vorbei !
Kategorien: Netzempfehlungen
Mit Tag(s) versehen: Comedy, Demetri Martin, Feature, Stand-Up
Butterhörnchen und Joghurt – eine Parabel
Mai 15, 2008 · 1 Kommentar
Es war einmal ein junger Fuchs, den die Natur mit einem anfälligen Zahnwerk ausgestattet hatte. Zur Erhaltung der Substanz trug er aus jugendlicher Unbekümmertheit wenig bei, denn seine Beute konnte er problemlos reißen und Schmerzen tauchten nur dann und wann auf. Bei einer dieser Gelegenheiten suchte er Rat bei einem reisenden Doktor, der ihn warnte: „Füchslein, wenn du so weitermachst, hast du in einigen Jahren keinen einzigen Zahn mehr !“ Das erschien dem Fuchs als dezente Übertreibung, aequo animo nahm er diese Ansage zur Kenntnis und zog weiter. Die nächsten Jahre schienen ihm Recht zu geben: keine Schmerzen, keine Zahnausfälle. Die beständigen Warnungen seiner Eltern, doch mal präventiv zu handeln, schlug er in den Wind.
Als er nun erwachsen war, änderte sich dies. Erneut suchte er einen Doktor auf, der ihm in aller Klarheit die Tatsachen offenbarte: „Fuchs, dein Gebiss ist ein einziges Trümmerfeld ! Erstaunlich, wie du damit so lange Zeit deine Häschen vernaschen konntest.“ Es folgte eine lange Phase der Restauration. Insgesamt zwanzig Füllungen mussten gemacht oder erneuert werden, es war soviel Arbeit, dass der Doktor machnmal gleich vier oder fünf Zähne auf einmal sanierte. An diesen Tagen konnte der Fuchs nichts essen. Eine Gesichtshälfte war gelähmt und beim Trinken tröpfelte ihm das Wasser auf der betäubten Seite des Mundes wieder heraus. Doch damit nicht genug. Einige Jahre später mussten ganze Zähne ersetzt werden. Der Fuchs kratzte sein Erspartes zusammen, lieh sich Geld von Freunden und investierte Tausende in die Erhaltung seines Gebisses. Einen richtigen Hasen gerissen hatte er schon lange nicht mehr, zu groß war seine Angst, irgendwo in seinem maladen Mundraum könnte etwas abbröckeln oder splittern. Stattdessen gabs Butterhörnchen und Joghurt.
Der Fuchs war alt geworden. Beim Streunen durch eine Wiese hörte er einige junge Füchse debattieren – ein besonders wortgewandter prahlte mit seiner Virilität und erklärte den Kumpanen die richtige Art und Weise Jungwild zu reißen. Der alte Fuchs lächelte müde. Ja, so ein unbekümmerter Kerl war auch er einmal gewesen. Dann schlich er weiter. Er hatte versprochen, den Enkeln seines besten Freundes ein paar alte Geschichten zu erzählen. Er würde, so sagte er sich in jenem Moment, wohl ein Kapitel über Gebisserhaltung einflechten.
dfn
Kategorien: Beim Zahnarzt
Mit Tag(s) versehen: Butterhörnchen und Joghurt, Parabel, Zahnpflege
Friedensstiftende Religionen ? Ein Buchtipp
Mai 9, 2008 · Kommentar schreiben
Religion und Frieden ? Bitte ? Sinds nicht die Fundis jeglicher Couleur, die dafür verantwortlich sind, dass die Welt so kriegerisch ist, wie an vielen Orten zu besichtigen ? Und geben diese Entwicklungen nicht Wasser auf die Mühlen von Atheistenfundis wie Dawkins, Hitchens et al., für die Religion Quelle allen Übels ist ?
Passen diese Begriffe also überhaupt zusammen ? Oh ja, das tun sie. Ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, einen Sammelband zu rezensieren, dessen Beiträge dem „ob“ und „wie“ konstruktiv nachgehen – und dessen Verdienst es u.a. ist, der seit Huntingtons Thesen vom „Kampf der Kulturen“ eher pessimistischen Einschätzung des Friedenspotenzials von Religion ein reflektiertes „Ein anderer Zugang ist möglich“ entgegenzustellen. Sehr empfehlenswerte weil horizonterweiternde Lektüre ! Die Rezi gibts hier
pax vobiscum
Kategorien: Religion
Mit Tag(s) versehen: Buchtipp, Frieden, Friedensstiftende Religionen ?, Lektüre, Religion, Rezension
Rufus´ Riesenprügel
Mai 7, 2008 · 3 Kommentare
Auf Umwegen habe ich gerade gesehen, dass der liebe Rufus mir ein dezentes Monsterstöckchen hinterlassen hat. Ich hatte ihn zuvor als Bloggernewbie gefragt, was es mit der Stöckchenkultur auf sich hat und wie sie funktioniert und das ist seine Antwort: eine pädagogisch wertvolle (bei 90 Fragen kommt man gut ins Thema) Einladung, die gleichsam als Initiationsritual fungiert – herzlichen Dank
. Nun gut. Implizit habe ich den Löffel ja irgendwie provoziert und daher gehts nun an den Teller:
1. Wie spät ist es?
Exakt 10.01
2. Wie lautet dein Name, so wie er in deiner Geburtsurkunde erscheint?
„Er wird mal ein Pseudonym benutzen“
3. Wie lautet/n dein/e Kosenamen?
Kindheitsname: Itzibert, später hab ich es untersagt
4. Wann hast du Geburtstag?
Wenns nach mir ginge – jeden Tag. Tuts aber nicht, also: im Oktober
5. Geburtsort?
Lich
6. Welche Farbe hat die Hose, die du gerade trägst?
grau-meliert
7. Dein momentaner Lieblingssong?
California Burrito (Chuck Ragan)
8. Was hörst du gerade?
Die Lüftung des Rechenknechtes
9. Lieblingsessen?
Vegetarische Gemüsepfanne „Garam Masala“
10. Was ist das Letzte, das Du gegessen hast?
Entrecote mit angebratenem Gemüse und Olivenpürree gestern beim Griechen, hm
11. Hast du ein Lieblingstier?
Ich mag Katzen ganz gerne
12. Wenn Du ein Buntstift wärst, welche Farbe wärst du?
Ich bin ein Stabilo
13. Wo willst du in Deinen Flitterwochen hin
überleg ich noch
14. Wie ist das Wetter gerade?
sehr fein – mild warm, blauer Himmel (ideal um vorm Rechner sitzend nix davon mitzukriegen)
15. Wer ist die letzte Person, mit der du telefoniert hast?
Mein Bruder
16. Auf was schaust du als erstes beim anderen Geschlecht?
Den Haaransatz
17. Wie geht es dir heute?
gut !
18. Was ist dein Lieblingsgetränk?
Tonic Water
19. Lieblings-alkoholisches-Getränk?
Molinari Sambuca Caffé
20. Bist du gepierct?
nee, nur noch durchlöchert
21. Hast du ein Tattoo?
aller Guten Dinge sind vier
22. Wie isst du ein Hanuta?
Ich mag kein Hanuta
23. Lieblingssport zum zuschauen?
Ich muss zocken, nicht gucken
24. a. Welche CD wirst du dir als nächstes kaufen?
hab ich schon gemacht – Jade Tree Compilation „Location is Everything no 1″
24. b. Welche CD hast Du Dir als letztes gekauft?
ist erst mal Ebbe in der Kasse
25. Welche Augenfarbe hast Du?
strahlendes Blau (wenn ich angestrahlt werde)
26. Trägst du Kontaktlinsen?
nope
27. Geschwister und Alter?
zweimal jünger
28. Letzter Film, den Du geschaut hast?
Last King of Scotland
29. Lieblingstag im ganzen Jahr?
jibbet nich – tendenziell aber Sonntage
30. Bist du zu schüchtern, jemand zum Essen einladen?
nein
31. Schon mal einen Autounfall gehabt?
mehrere kleine
32. Magst du lieber lustige oder gruselige Filme?
lustige
33. Dein Lieblingsfilm?
Mit Fantasie ists auch ein Film: die erste Season von „Flight of the Conchords“
34. Sommer oder Winter?
Sommer
35. Dein liebster Ferienort?
wo ich bin, sind Ferien
36. Umarmung oder Küsse?
eins führt zum anderen
37. Beziehung oder One night stand?
Beziehung – ich mag Substanz
38. a. Warst du schon mal verliebt?
bins gerade sehr
.
38. b. Hast du jemals einen Menschen so sehr geliebt, dass er dich zum Weinen gebracht hat?
auch eine aktuelle Erfahrung
39. An welchem Ort möchtest du gerne mal geküsst werden?
alle schon erkundet
40. Dein Lieblings Fast Food Restaurant?
gelegentlich Burger King – gelegentlich !
41. Deine Lieblings-Disco/Kneipe?
bin nicht ortsgebunden: ist Gesellschaft, Mucke und Ambiente gut ists egal wo
42. Wie oft bist du durch die Führerscheinprüpfung gefallen?
NIE ![]()
43. Wo siehst du dich in zehn Jahren
als Geschichts- und Politiklehrer mit Visionen für den Ruhestand
44. Von wem war die letzte E-Mail, die du bekommen hast?
habe bei Amazon gerade wieder ein Buch verkauft
45. Bist du jemals für ein Verbrechen bestraft worden?
bin so rechtschaffen – für mich wurde dieses Wort erfunden !
46. Was machst du, wenn du gelangweilt bist?
Langeweile ist nicht meins
47. Welche Phasen sind Typisch für dich?
alle – tagesformabhängig – tendenziell aber: entspannt und wohlgemut
48. Welcher Freund/in wohnt am weitesten entfernt?
im Ausland ist glaub ich keiner – die anderen können mit Tagesreisen erreicht werden
49. Was wäre das Schlimmste, was dir passieren könnte?
mag ich gar nicht drüber nachdenken !
50. Wann ist deine Zu-Bett-Geh-Zeit?
meist so zwölf
51. Was ist im Moment das Beste in deinem Leben für dich?
meine Liebste
52. Schokolade oder Vanille
Karamel !
53. Wie sehr liebst du deinen Job?
Ich respektiere ihn
54. Möchtest du, dass deine Freunde dir antworten?
Jep.
55. In welchem Geschäft würdest du deine Kreditkarte bis aufs Maximum ausreizen?
Buch- und Plattenladen
56. Wer wird am wahrscheinlichsten nicht antworten?
solche Wüstlinge schreibe ich erst gar nicht an
57. Wer wird zuerst eine Antwort auf diese Mail schicken?
ich glaub das Stöckchen bleibt eine Zwei-Mann-Angelegenheit – obwohl…
58. Was machst du gerne?
Leben, Lieben, Lernen
59. Magst Du die Person, die Dir diese Mail geschickt hat?
Frage ich mich mittlerweile (59 !) auch gerade
60. Lieblings-Fernsehprogramm?
Hab keinen Fernseher
61. Wie sieht dein Mousepad aus?
Hab auch kein Mausepad
62. Lieblingsspiel?
uff, Abalone
63. Lieblingszeitung/Zeitschrift?
Frankfurter Rundschau, gelegentlich: Cicero + Rheinischer Merkur
64. Lieblingsduft?
Ich im Sommer
65. Das schlechteste Gefühl?
Angst
66. Das beste Gefühl?
Entspanntheit
67. Lieblingsmusik?
Gitarrenmucke laut und leise (also von Swing Kids über Holly Golightly bis zu Kings of Convenience)
68. Dein erster Gedanke, wenn du am Morgen erwachst?
Ich will nicht Wäsche aufhängen
69. Würdest du in den Big-Brother Container gehen?
Nein.
70. Berg- und Talbahn: Spass oder abscheulich?
Nett.
71. Lebensmotto?
Nö.
72. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?
Robert Misik: Das Kult-Buch. Glanz und Elend der Kommerzkultur
73. Wie würdest du deinen Sohn nennen?
Ambrosius
74. Wie deine Tochter?
Snu
75. Gewitter und Sturm: spannend oder schrecklich?
Im Sommer mitten drin: sehr geil. Im Winter: unnötig
76. Dein erstes Auto?
VW Bully (T2) – mit Freund geteilt (wohnten in derselben Straße)
77. Wenn du jemanden treffen könntest, lebendig oder tot… Wer wäre das?
die Menschen die ich mag, leben alle
78. Lieblingsgedicht?
79. Jungs: Würdest du Ihr deine Jacke geben wenn es kalt ist?
aber natürlich
80. Mädchen: Würdest du seine Jacke nehmen??
klar, wollte immer schon im Gehen Zelten
81. Wenn du die Wahl hättest zu arbeiten, was du willst, was wäre das?
bezahltes Schreiben
82. Was hast du an der Wand in deinem Schlafzimmer?
Buchregale
83. Pepsi oder Coke?
fraglos Pepsi
84. Links- oder Rechtshänder?
Der Arm hängt links
85. Hast du die richtige Fingerstellung?
was ist die richtige Fingerstellung ?
86. Wenn du ein Gartengerät wärst, was würdest du dann sein?
ein Whirlpool
87. Was hast du unter deinem Bett?
monströse Staubballen
88. Deine Glückszahl?
das als 88. Frage ? politisch brisant
89. Dein Sternzeichen?
Waage – was immer das auch heißen mag
90. Lieblingssport?
Badminton, Rad fahren, Schwimmen und Fußball zocken
91. Wie spät ist es jetzt?
10:42 — 41 Minuten, wow – Rufus hat mich unterboten ! Hat aber Spaß gemacht.
Bis demnächst,
dfn
Kategorien: Stöckchen
Mit Tag(s) versehen: Initiationsritual, Rufus, Stöckchen
Ein schöner Tag
Mai 6, 2008 · Kommentar schreiben
Es gibt diese Tage, die einfach wundervoll sind, weil sie sich umfassend schön anfühlen und die Freude am Dasein in ungeahnte Dimensionen multiplizieren. Der Sonntag war so einer und weil hier die Sensibilität für das Gute gewertschätzt wird, eine Tagesberichterstattung.
Der Tag begann mit einem inspirierendem Gottesdienst, der inhaltlich die Thematik „Neid“ umfasste. Klar, als Christ ist man eingeladen, nicht allzu verkrampft mit Materialismus umzugehen und doch machen die meisten Christen keine Ausnahme, wenn es um das Streben nach Wohlstand, Sicherheit und Konsumgütern geht. In welchem Maße der Konsum über die alltägliche Versorgung mit Gebrauchsgütern hinausgeht, ist ja allgemein bekannt und eingermaßen bewusst praktiziert noch nichts Schlechtes. Wenn aber der Konsum zur Konstitutierung von Identität missbraucht wird, liegen die Dinge im Argen. Zur Bewusstseinsschaffung oder – erweiterung [kleiner Einschub
] sei daher an dieser Stelle jedem Interessierten die Lektüre der brillanten Analyse von Robert Misik ans Herz gelegt, die unter dem Titel „Das Kult-Buch. Glanz und Elend der Kommerzkultur“ jüngst bei der Bundeszentrale für politische Bildung als günstige Lizenzausgabe erschien. Hier der Link dazu. Kommerzkultur und Neid befruchten einander ja trefflich. Warum also mitspielen ? Es verweist wahrscheinlich auf den Grad „geistlicher Reife“ ob Christen primär damit beschäftigt sind, ein sorgenfreies Leben mit spirituellem Anstrich zu leben – und dabei neidvoll ihre Umwelt beäugen ob sie dabei auch „dem Standard“ entsprechen- oder ob sie sich ihrem Glauben gemäß dem biblischen Imperativ verschreiben, (materielle) Dinge eben nur als temporäre Gebrauchsgüter anzusehen. In letzterem liegt auch die Chance, Identität nicht von Dingen und Praktiken abhängig zu machen, die mitunter sklavische Verhaltensweisen forcieren („ich brauche diesen Ipod aber unbedingt !“). Inspirierender und vor allem sinnvoller ist für mich das Angebot des christlichen Glaubens, Identität immateriell zu konstituieren, auch wenn die Herausforderung besteht, sich unter Umständen jeden Tag neu dafür entscheiden zu müssen.
Derart inspiriert
und weil das Wetter wirklich sehr geil war, machten wir danach eine Radtour zu einem der Seen im Umland, ein schöner Wiesenplatz war flugs ausgeguckt und die Decke ausgebreitet. Sehr schön, so dem kommenden Sommer entgegenzublicken, die Liebste im Arm bzw. ich in ihrem, ein Schokokeks in der Hand und ein auszulesendes Buch vor der Nase. Das letzte Kapitel behandelte Fragen der Eschatologie (hey, es ist Sonntag
) und Berger wartete mit einem netten Luther-Zitat auf, dass er der Frage entgegenstellte, was Gott wohl in der Ewigkeit so den ganzen Tag machen würde. Die Antwort: „Gott sitzt unter einem Baum und schnitzt Ruten aus den Zweigen, um damit die Menschen zu verhauen, die sinnlose Fragen stellen“ (S. 209). Unser Lachen lenkte die beiden Hunde die nebenan ein herrchengesteuertes Wettschwimmen veranstalteten (wer schnappt das Stöckchen zuerst ?) nur unwesentlich ab.
Da meine Liebste am nächsten Tag Geburtstag hatte, stand für den Abend ein Konzert an (Überraschung) und so machten wir uns am frühen Abend auf den Weg nach Frankfurt, wo im Jazzkeller das „On the Corner Trio“ gastierte, an dem Drums mit Jimmy Cobb der ehemalige Drummer von Miles Davis. Es war schon beeindruckend mitzuerleben, mit welcher Fingerfertigkeit und Geschwindigkeit (damit kann man beim Jazz ja meist begeistern
) dieser fast 80jährige mit den Sticks zauberte. Die Stimmung war gut, der Laden nicht ganz gefüllt, die Band insgesamt nett, aber nicht überragend. Trotzdem ein schönes Konzert. Und das Timing passte: denn als wir wieder zu Hause ankamen, wars kurz vor Zwölf – noch Zeit genug, um den Geburtstagstisch zu gestalten (schönes Ritual
). Dem liebsten Menschen zum Geburtstag gratulieren zu können ist trotz aller Alltäglichkeit doch ein Privileg, das mit Kuchen und Saft lukullisch verstärkt und mit einigen Geschenken begleitet wurde. Glückselig, zufrieden (all meine Planungen waren gelungen
) und geschafft schleppten wir uns ins Schlafgemach, aus dem wir vor elf auch nicht mehr erwachten.
dfn
Kategorien: Alltag · Religion
Mit Tag(s) versehen: Christen, Dimensionen, Frankfurt, Geburtstag, Glück, Gottesdienst, Jazzkeller, On the Corner Trio, Peter L. Berger, Robert Misik, schöner Tag, See, Sommer, Sonntag




