sukzessive entwicklung zum guten

Beiträge vom Juli 2008

gewappnet

Juli 31, 2008 · 2 Kommentare

Wenn ich ab nächster Woche als Studienreferendar tätig sein werde, ist eine Begleiterscheinung höchstwahrscheinlich unumgänglich: Verbalinjurien mehr oder weniger hoher Güteklassen als intersubjektive Kommunikationsvariante der Schülerschaft. Muss aber auch nicht sein – je nachdem an was für eine Schule ich komme. Falls aber doch, dank xdcd bin ich „vorschockiert“ und gewappnet ;-)

Kategorien: Sprache
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Metal f***ing rules, haha

Juli 28, 2008 · 2 Kommentare

Im Grundwortamt wurde jüngst auf einen famosen Clip hingewiesen, wobei ich das dort thematisierte Rubrum der Zeitverschwendung mal geflissentlich übergehe – stimme NICHT zu, hehe – und das Video flugs bette – zu gut gemacht und zu charmant die Kategorie „teenhood memories“ ausfüllend ! Enjoy und danke ans Grundwortamt !

fat ed´s furry fucking guide to metal

keine Matte mehr zum Bangen aber nicken geht noch,

Kategorien: Netzempfehlungen
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Übernachtung in Weimar (Thüringen): Empfehlung

Juli 28, 2008 · 2 Kommentare

Der jüngst genossene Urlaub führte uns u.a. auch nach Weimar und nach EINIGEM Rechercheaufwand fanden wir eine schön aussehende (via Netzauftritt) Ferienwohnung. Die entpuppte sich in realiter als so fein, dass ich hier ein paar Eindrücke teile, um dem einen oder der anderen eine solche Suche evtl. zu ersparen.

Die Wohnung befindet sich in einem aufwendig restaurierten denkmalgeschützten Haus am Alten Friedhof in Weimar (wo auch Goethes Gebeine ruhen). Allein die Gemäuer haben einen tollen Charme, darin bzw. davor in der Sonne den Morgenkaffee zu genießen einen anderen.

[Foto: M. Rehb]

[Foto: dfn]

Die Gesellschaft der knuffig pummeligen Hauskatze Paula war nach anfänglicher Skepsis ihrerseits bald auch Bestandteil dieses Rituals :-) .

[Foto: dfn]

Drinnen dann ein großer Wohnraum, eine wirklich nett gemachte Küche, ein sehr gemütliches Schlafzimmer und ein hochwertig ausgestattetes Bad – die ganze Wohnung ist erst ca. 2 Jahre alt und schönerweise hat sich die Hausherrin – eine Fotografin mit offenkundigem Sinn für Ästhetik – bei der Einrichtung Mühe gegeben: Auch wenn ich nicht wirklich ein Fan von sterilen Ikea-Wohnlandschaften bin, in Verbindung mit antiken Möbeln machte das einen einen sehr wohnbaren Eindruck. In Weimar wohl unvermeidlich, verfügt das Wohnzimmer auch über eine kleine Bibliothek, die u.a. Goethes gesammelte Werke enthält (aber auch coole Sachen wie z.b. die „Utopia“ von Thomas Morus). Eine kleine Cd-Auswahl schließt sich an und der CD-Player lieferte genug Saft, um die Morgenstunden mit Jack Johnson zu untermalen.

[Foto: M. Rehb]

[Foto: dfn]

[Foto: M. Rehb]

[Foto: dfn]

Auch nicht unsympathisch ist es, wenn eigentlich selbstverständliche Details auch so interpretiert werden – weil ich mich schon häufig über Handtücher in Schmirgelpapieroptik (und -funktion) geärgert habe (möchte doch selbst bestimmen WANN ich ein umfassendes Hautpeeling vornehme) waren flauschig weiche Nässeempfänger eine echte Wohltat im schmucken Bad.

[Foto: M. Rehb]

Gelegen in der Berkaer Straße ist die Wohnung ca. 20 Min. Fußweg von der Innenstadt entfernt und doch hat man wg. der besonderen Lage (Fern der Hauptstraße gelegen, inmitten von Grün und ja, dem Friedhof) sehr viel Ruhe.  Sehr schön all das, daher alle Daumen hoch und eine echte Empfehlung für alle Weimar-Reisende (dazu noch zwei Tipps: Montags haben die meisten Museen geschlossen und das türkische Restaurant „Diwan“ in der Innenstadt serviert leckerste Speisen in schönem Setting).

Kontaktadresse:

FeWo Marion Rehb,Berkaer Str. 4, 99425 Weimar

Tel: 03643-510010, Mobil: 0170-8013323, Fax: 03643-510010, Mail: m.rehb@web.de

Ach so, gefunden via deutsche-pensionen.de.

Schöne Zeit,

dfn

Kategorien: Urlaubstipp
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Urlaub

Juli 16, 2008 · Kommentar schreiben

Hm ja, Urlaub. Nur knapp ne Woche, aber wir werdens genießen. Wer immer in der Zwischenzeit hier vorbeischaut: schöne Zeit :-) !

dfn

Kategorien: Alltag
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Charakterstudien – das feinste Vademecum

Juli 14, 2008 · Kommentar schreiben

Bekanntlich verdanken wir Theophrast die Verwendung des Wortes „Charakter“. Zurück geht es auf sein kleines Büchlein mit dem Titel „Ethikoi Charakteres“, oder deutsch „Charaktere“. In ihm zeichnet er dreißig kleine aber feine Skizzen menschlicher Typen, sehr lebendig und sehr amüsant. Zwischen Schmunzeln und schallendem Lachen forciert die Lektüre unterschiedlichste Reaktionen und da ich kürzlich mal wieder ein Exemplar erhalten habe (mein vor Jahren verliehenes ist nie mehr aufgetaucht bzw. zürückgekommen), hier ein Auszug mit der Empehlung: „Besorgen ! Lesen ! Amüsieren ! Lernen ! :-) – vor allem das gegenseitige Vorlesen während Autofahrten ist SEHR empfehlenswert . Die beste Auswahl an antiquarischen Exemplaren fand ich bei booklooker, siehe mal hier.  Im folgenden aber ein Auszug, benannt

Der Unverschämte

Die Unverschämtheit stellt, will man ihr Wesen bestimmen, eine Mißachtung des eigenen guten Rufes um schmählichen Vorteils willen dar.

Ein unverschämter Mensch sucht, falls er sich etwas borgen möchte, zunächst den auf, den er schon einmal geschädigt hat, dann erst einen anderen. Brachte er den Göttern Opfer dar, so nimmt er bei einem anderen an der Mahlzeit teil, das eigene Opferfleisch jedoch pökelt er ein und bewahrt es auf. Außerdem ruft er noch seinen Diener herbei, reicht ihm vom Tisch des Gastgebers Brot und Fleisch hin und ruft vor aller Ohren: „Laß dir´s gut schmecken, Tibeios !“

Beim Einkaufen von Leckerbissen erinnert er den Fleischer, falls er ihm einmal eine Gefälligkeit erwiesen hat, an dieselbe, tritt dicht an die Waage heran und wirft am liebsten noch ein Stück Fleisch, wenigstens aber einen Suppenknochen darauf; wenn er das Stück bekommt, ist er zufrieden, wenn nicht, schnappt er sich ein paar Kaldaunen vom Tisch und zieht lachend ab.

Für seine Gastfreunde ersteht er das Anrecht auf einen Platz im Theater; doch er selber schaut zu, ohne seinen Teil zu entrichten, und bringt einen Tag später noch seine Söhne samt ihrem Erzieher mit. Von allem, was jemand preiswert eingekauft hat, fordert er auch für sich einen Anteil. Er sucht ein fremdes Haus auf und borgt sich Gerste, bisweilen auch Stroh, und nötigt diejenigen, die ihm das Erbetene ausgeliehen haben, es sich persönlich wiederzuholen.

Er scheut sich auch gar nicht, an die in der Badeanstalt stehenden Kuperkessel heranzutreten, die Gießkanne hineinzutauchen und zu füllen, sich trotz der empörten Rufe des Bademeisters selbst zu begießen und abschließend zu sagen: „Ich habe gebadet !“ Beim Fortgehen bemerkt er dann: „Du schimpfst mich noch aus ? Du hast dir dein Trinkgeld verscherzt !“

Auch sehr schön,

Der Zerstreute

Die Zerstreutheit bedeutet, will man ihr Wesen bestimmen, eine Art von Denkträgheit, die sich im Reden und Handeln äußert.

Ein zerstreuter Mensch rechnet mit den Steinchen und zieht die Summe; anschließend fragt er einen, der müßig neben ihm sitzt: „Was kommt heraus ?“ In einen Prozeß verwickelt und gewillt, zum Termin zu erscheinen, vergißt er es und geht auf sein Feld. Beim Theaterbesuch bleibt er im Zuschauerraum als einziger schlafend zurück. Hat er reichlich gegessen und steht nachts auf, um den Abtritt aufzusuchen, verfehlt er den Weg und wird vom Hund des Nachbarn gebissen. Hat er etwas erhalten und selbst beiseite gelegt, muß er es suchen und kann es nicht finden. Wird ihm der Tod eines seiner Freunde gemeldet, mit der Aufforderung, er möge hingehen, macht er ein trauriges Gesicht, bricht in Tränen aus und sagt: „Aufrichtigen Glückwunsch !“

Erhält er Geld zurück, das man ihm schuldete, ist er fähig, Zeugen einzuladen. Zur Winterszeit kann er sich mit seinem Sklaven herumstreiten, weil dieser keine Gurken eingekauft habe. Seine Kinder nötigt er, miteinander zu ringen und um die Wette zu rennen, und hetzt sie auf diese Weise bis zur äußersten Erschöpfung. Kocht er auf seinem Landgut sich selber ein Linsengericht, streut er zweimal Salz in den Topf und macht das Essen ungenießbar. Läßt Zeus es regnen, preist er das liebliche Funkeln der Sterne; ist es sternklar, behauptet er: „Auch die anderen sagen es: Schwarz wie Pech ist die Nacht !“

Und wenn jemand fragt: „Wie viele Leichen wurden, nach deiner Meinung, zum Heiligen Tore hinausgetragen ?“, so gibt er ihm zur Antwort: „So viele, wie ich mir und dir wünsche !“

Zitiert nach der 1972er Ausgabe des Insel-Verlages (Nr. 971).

gute Nacht,

dfn

Kategorien: Alltag · Sinnvolle Produkte · Sprache
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Hero of the day

Juli 10, 2008 · 4 Kommentare

Auf slideshare.net läuft ja gerade (und noch bis zum 31.07. ) der „Worlds Best Presentation 2008″ – contest.  Das nahm ich gestern mal so zur Kenntnis bis sich unter der Dusche die Idee für einen eigenen Beitrag entwickelte, genauer gesagt, einen Anti-Beitrag, denn meine kreativen Fähigkeiten sind doch verhältnismäßig begrenzt.  Also Not zur Tugend gemacht, Idee entwickelt, skizziert (1h) und umgesetzt (2h).  Heute Morgen gepostet und vorhin die unverhoffte Nachricht gelesen,

Hey dfn!

Your slideshow The Incompetent Competitor has been featured on the SlideShare homepage by our editorial team.

Cheers,

- the SlideShare team

Soviel Aufmerksamkeit und nettes Feedback erhalte ich als Nischenblogger natürlich nicht und so genieße ich gerade meine 15 Minuten bei einem Glas Apfelsaft.  Ach so und klar, hier das Corpus Laude:

Schönen Tag,

dfn

Kategorien: Netzempfehlungen
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Präsentationen effektiv einsetzen

Juli 9, 2008 · Kommentar schreiben

… ist ja mancherorts ein leidiges bzw. häufig erlittenes :-)   Thema, denn noch immer verführt die Gestaltungsvielfalt von Präsentationsprogrammen manchen Nutzer zum maßlosen Überladen seiner/ihrer Slides, obwohl weniger bekanntermaßen mehr ist. Eine schön gemachte und clever ausgerichtete Präsentation von Tudor Girba erinnert daran und benennt die Basics fürs Gelingen:

Aufs Anwenden,

dfn

Kategorien: Netzempfehlungen
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A helping hand („finishing touches“ von thesepeoplecomedy)

Juli 8, 2008 · Kommentar schreiben

Über den Plot mag man streiten, nicht aber darüber, dass er charmant erzählt ist, außerdem liebe ich diesen slightly melancholischen Indierocksong (von Cufftheduke). Produziert von ThesePeopleComedy. Enjoy !

Für Menschen ohne youtube-account, siehe hier.

dfn

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Sommergäste

Juli 4, 2008 · Kommentar schreiben

Es war eine dieser schwülen Sommernächte und irgendeine Mücke, die sich trotz umfassender Sicherheitsvorkehrungen (Gitter an allen Fenstern) in die Wohnung geschlichen hatte, hielt mich wach. Jedes Mal wenn ich gerade eingeschlafen zu sein glaubte, summte es lautstark an meinem Ohr, ich erschrak und saß kerzengerade im Bett. Dann begann die Jagd. Vier oder fünf Mal ging das so  – zog sich über mehrere Stunden, ohne Erfolg – und irgendwann war ich tatsächlich eingeschlafen.  Zu früher Stunde erwachte ich, weil mein Arm juckte wie Hulle. Licht an und was sah ich: die Mücke hatte sich wohl ausgiebig an meinem Blut gelabt (gemessen an der Schwellung des Stiches) und saß einigermaßen träge an der Wand. Keine Spur mehr von der Schnelligkeit, mit der sie mich vorher so auf Trab gehalten hatte.  Sauer und auch etwas unüberlegt klatschte ich die schon ziemlich durchgenudelte Zeitungsrolle mit voller Wucht an die Wand. Diesmal traf ich: alles was von der Nervsau übrigblieb, war etwas Gebein und ein dezent ekelhafter Blutfleck. Als Triumphator schlief ich ein, als Putze wachte ich wieder auf.

In einer anderen Nacht gewährte ich einer Spinne, die sich im oberen Eck an der Decke über meinem Bett eingenistet hatte, großzügig temporäres Hausrecht. „Wenn du bleibst wo du bist, kannst du mir Gesellschaft leisten“, dachte ich. Doch das war nur vorgeschoben, denn ich war zu faul, ein Glas zu holen, sie einzufangen und nach draußen zu befördern. Gutgläubig schlief ich ein und erwachte nachts, weil ich ein seltsames Gefühl in der Kopfgegend spürte. Licht an und wirklich: entgegen der (ok, einseitigen) Abmachung saß das Tierchen mitten auf meinem Gesicht. Nicht auszudenken wenn sie mir auch noch in dem Mund gekrabbelt wäre. Wütend zerdrückte ich sie der Wand.

Meinen Lieblingsgast traf ich ein paar Tage später, beim nächtlichen Klogang. Tranig schlurfte ich zur Toilette, musste aber kurz vor der Tür Halt machen, weil ein Tausendfüssler meinen Weg passierte.  Ich kam mir vor wie an einer Kreuzung. Höflich hielt ich inne und ließ ihn gewähren, neugierig wohin sein Weg ihn führen würde. Während er unter der Tür durchmarschierte, schob ich mich unauffällig an ihr vorbei und beobachtete, mittlerweile auf der sicheren Schüsselinsel sitzend, das Geschehen. Sehr selbstverständlich, so wie andere Leute ihr Auto in der Garage parken, verschwand er in einer offenen Fuge im Bad. Die war mir bis dato gar nicht aufgefallen.  Als ich ein wenig in ihr herumstocherte kamen auch noch einige Asseln kurz heraus, grüßten freundlich (so interpretierte ich das zumindest ) und verschwanden wieder.  Hier gabs nix zu klatschen oder rauszubringen. Hier musste gedichtet werden. Was ich einige Tage später auch tat. Lebendig einmauern ist zwar eine fiese Mafiamethode, aber seitdem ist Ruhe im Bad. Lediglich eine Babykröte hatte sich seitdem noch mal verirrt (ich glaube im Nachbarhaus gibts einen Teich), aber das war im Frühjahr.

dfn

Kategorien: short stories
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Enjoy: Satellite Hearts

Juli 3, 2008 · Kommentar schreiben

An anderer Stelle wurde neulich der Sommerhit 2008 gesucht und nachdem ich schon einen Vorschlag abgegeben hatte, fiel mir die Mixed-Cd in die Hände (und dann in den Wechsler), die mich bzw. uns schon letzten Sommer auf Touren durch Deutschland hochgradig erfreut hatte und das besonders aufgrund einer Band, den Satellite Hearts. Deren Sängerin erinnerte mich stellenweise an die frühe Edie Brickell, wobei ihre Stimme aber noch klarer und aufgrund des leichten irischen Akzents auch noch schöner ist.

Also hier der Tip  für den All-Time-Sommer-Hit: hör mal „over“ an und genieße eine recht ultimative Cruise-Hymne, ob Sonne oder Platzregen ist fast egal :-) .

Schöne Zeit,

dfn

Kategorien: Musiktipps · Netzempfehlungen
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