sukzessive entwicklung zum guten

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was mal raus musste

November 9, 2009 · Kommentar schreiben

„why not try to make an ounce of fu**ing sense  ?“

Kategorien: Im Referendariat

Wanderlust

September 28, 2009 · 4 Kommentare

… ist nicht nur der Titel eines knalligen Hardcoresmashers von vor Hundert Jahren und der Band YouthYouthYouth, nein, es wurde auch der Slogan für meine erste Klassenfahrt.  In den wenigen stillen Momenten nahm ich mein Notizbüchlein zur Hand  und bedachte, was sich tat.  Hier die Rekapitulation.

Tag 1 – Antibiotikum

Ankommen. Zimmer verteilen. Betten machen – muttimäßig packe ich mit an, damit die Knirpse [6. Klasse] sich nicht auf nackte Matratzen legen. Kuscheltiere, Kameras, Mp3-Player, Kekse, Schnuckkram. Es wird ausgebreitet und angekommen. Dann: Essen fassen. Was für ne Lautstärke ! Wehwechen hier, Vegetarier da, Allergiker dort, Erkältungen allenthalben. Der Herbergsvater kommt an den Tisch.

„Hier ist dann auch der Schlüssel für das Betreueraufenthaltszimmer. Dort gibt es einen Kühlschrank, da hab ich auch das Antibiotikum reingetan !“ Breite Grinsen und dankbare Blicke, aber: ein Missverständnis. „Ja, eine ihrer Schülerinnen hatte was von ihren Eltern mitbekommen, das musste kaltgestellt werden.“ Ach so.

Später am Tag verfolge [dankbare Aufsicht :-) ] ich ein gediegenes Fußballspiel im angrenzenden Schloßpark. Hohes Niveau von kleinen Talenten. Neben z.T. wundervollen Spielzügen und unermüdlichem Einsatz auch eine erstaunliche Schrittgreiffrequenz, ständig wird das Nusswerk gezwickt. Posen wie die Großen.

Der Knüller dann in der Nacht: Kotzen vor Heimweh. Kannte ich bis dato auch noch nicht. Mussten sie aber durch. Zumindest die erste Nacht. Dachte ich. Nachdem zwei der Wimps gegen 2.00 Uhr nachts von ihren wenig begeisterten Eltern abgeholt worden waren, fiel ich komatös ins Bett.  Was für ein netter Einstand.

Tag 2 – Porno-Kalle

Mich hatte es noch nett erwischt. Auf meinem Flur nur ein Jungenzimmer, gesittete Buben obendrein. Doch der seltsame Reiz des Vulgären erwischte auch sie. Schreien und Stöhnen kommt aus dem Zimmer, ich schaue nach. Halbnackte Jungs springen herum, einer hat sich bei irgendwas gefilmt. Sie freuen sich an der Simulation. Frühreif hin oder her, Medienkoma ebenso, ich fands reichlich unoriginell. Also: Hemden an und Kamera aus. Andererseits: Ist Autoerotik nicht ohnehin die erste sexuelle Erfahrung, die Heranwachsende so machen ? Wieder andererseits: Die Öffentlichkeit machts zum Vulgären, daher: strenge Blicke und mahnende Worte vom Daddy.

Der Tagesausflug führt auf einen Bio-Bauernhof. Noch mehr Klischees wären wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Zur Begrüßung der Spruch: „Das Leben ist zu kurz für Scheibenkäse und Formschinken“. Zur Führung eine Fundi-Frau aus dem Lehrbuch. Ungeachtet der Tatsache, dass vor ihr eine Horde Kinder steht, wird gegen unartgerechte Tierhaltung gewettert, der eigene Hof in den höchsten Tönen gelobt wie in der lausigsten Broschüre nicht gesehen. Beim Gang durch die hauseigene Käserei können wir einen Erstickungstod simulieren, selten so viele verzerrte Kindergesichter gesehen. Nun ja,  Käse kommt eben nicht nur aus dem Tiefkühlregal und: „Hände weg von Scheiblettenkäse, was da alles drin ist, hua !“

Anschließend ein Fußmarsch zurück zur Basis. Gefühlte 3 Tage dauert die Wanderung, als wir nach knapp 2,5h ankommen, sind die Kleinen rechtschaffen müd. Die beste Strategie für eine ruhige Nacht.  Vorher aber noch: Billardworkshop mit dem freundlichen Referendar. Irgendein Naseweis wollte unbedingt gegen mich zocken und er blieb nicht der einzige. Ein Abend währte mein Ruhm, dann führten Konzentrationsschwächen [ich versenkte die 8 zu früh]  zu meiner ersten Niederlage. Der Mythos war gebrochen, ich als Billardpartner uninteressant. Auch egal. Fortan war ich Aufseher und Tippgeber. Außerdem am Tischkicker noch ungeschlagen, was mein Ego noch ein wenig zu stützen vermochte.

Tag 3 – Disco & Drama

Die Tagestour nach Eisenach, inkl. Führungen und Wartburgbesuch war wirklich nett und interessant, die Kleinen knipsten wie die Berserker (und ich dachte, nur ein Mobilfon sei die Standardausrüstung), aber all das verblasste erbarmungslos vor dem Höhepunkt der Woche: Dem Diskoabend !  Was nach dem Essen folgte, hatte ich so nicht erwartet.

Dabei begann die Party gediegen: Aufgetakelte Mädels, abgehangen coole Jungs, Vertreter der langmähnigen Metallerfraktion in seit Tagen getragenen Metallica-Shirts, Normalos mit verstohlenem Blick, hysterische Grüppchen von Mädels und knallende Türen. Im Partyraum gefühlte 50Grad Celsius, schweißüberströmt und mit klebenden Klamotten fiel mancher heraus, andere gingen gar nicht erst rein. „Der spielt nur son Scheiß, gar nicht unsere Mucke !“, beschwerten sich die Metaller, während sie sich im Internet an Geschicklichkeitsspielen versuchten. Später kamen sie doch noch zu ihrem Glück, der Club war wie leergefegt, doch die zwei ließen zu Metallicas „Fight Fire with Fire“ (aus der trashigen Frühphase der Band) gepflegt die Matte kreisen und freuten sich wie die Schneekönige. Als Abschluss nochmal der laut DJ Burner schlechthin ["Was geht ab ?"], Mitgröhlfaktor 1000, dann ging auch schon das Licht an und Xavier Naidoo wurde nicht unangemessen als Rausschmeißer eingespielt.

Und dann gings erst richtig los. Während sich die coolen Jungs von der Disse zum Fußball gucken verabschiedeten und für die Mädels  nur ein überlegen-verschmitztes Lächeln übrig hatten, spielten sich auf den Fluren shakespearehafte Dramen ab. Kurz gefasst verlief der Abend so:  Massenheulen wg. Liebeskummer, in fast jeder Ecke lag entweder ein männliches oder weibliches Opfer der Liebe. Auf einem Flur hatte ein holder Jüngling es irgendwie hinbekommen, mit zwei Mädels gleichzeitg anzubandeln, eine naturgemäß anstrengende Konstellation, die nun ihren Tribut forderte. Daneben wurde Heimwehabholerin Nr. 3 notiert und vier chillige Crusties saßen kopfschüttelnd bei einem Gläschen rotem Traubensaft und sehnten die Nacht herbei.

Tag 4 – Immer im Dienst [für die gute Sache]

„Oh mann, Herr L., selbst auf einer Wanderfahrt sind sie der GL-Lehrer !“ Kopfschüttelnd zeigten die vier Jungs auf mein T-Shirt. Kopfschüttelnd erklärte ich ihnen den Kontext. Nicht überall müssen Längengrade interpretiert werden ! Dabei hab ich nicht mal Erdkunde studiert ! Übermäßig viel Pädagogik übrigens auch nicht, trotzdem galt es einen kühlen Kopf zu bewahren, als sich am letzten Abend latente Missstimmungen zu einer emotionalen Tidal Wave auftürmten. Im Zimmer vor meinem hatte es Zoff gegeben, kurzerhand wurde der Störenfried herausgeschmissen. Ein Stockwerk drunter wurde er aufgenommen, willfährige Helfer holten seine verstreuten Klamotten einzeln ab.  Wie in einem schlechten Gangfilm erschienen finster dreinblickende Jungs und riefen wahlweise „kommt raus ihr …piep..piep..piep“ oder „lass mich da rein, Herr L. ich muss denen was sagen !!“ Aufgebrachte Mädeln berichteten vom Nervous Breakdown des Geschassten, während ich mich bemühte, beide Seite zu einer sachlichen Auseinandersetzung anzuhalten. Zum Glück war bald Essenszeit. Frostige Atmosphäre am Jungenstisch, der Delinquent war von den Mädels aufgenommen worden, was ihm sichtlich nicht unangenehm war. Das gemeinsame Gesprächs- und Moderationsangebot wurde von nur einer Gruppe angenommen. Die anderen verweigerten sich. Während ich mir noch Gedanken machte, diese kleinen aufgebrachten Individuen in ihrer Aufgekratztheit zu würdigen und ihnen Raum zur Entfaltung zu geben („wenn ihr nicht miteinander reden könnt, schreibt doch erstmal alles auf, das machen die anderen dann auch, dann haben wir eine Grundlage für sachliche Auseinandersetzung etc. pp.“) hatte der zweite männliche Betreuer schon einen anderen Weg gefunden: Nacheinander sperrte er die Jungs einzeln zueinander, unter seiner Aufsicht erfolgte die Aussprache. Größtenteils auch mit Erfolg. Nun, vielleicht hat er als Vater einfach einen Wettbewerbsvorteil. Trotz allem erschien es, als wäre es für alle Beteiligten genug des Guten – die Heimfahrt am nächsten Morgen wurde nicht nur von den Schülern herbeigesehnt.

Tag 5- Kollegenschelte

Die ganze Woche schon hatte meine Nachbarin beim Frühstück ein Gesundheitsmassaker veranstaltet, wie es Jane Fonda würdig gewesen wäre. Frisches Obst hier, Müsli da, oh,  frischen Quark gabs auch noch, dazu ein Tässchen Tee. Daneben ich mit zünftigem Käse- und dann Nutellabrötchen, dazu ein Pott Kaffee, das Frühstück der Gewinner.  Auf meine Frage, ob sie denn nicht auch mal wie ein Mensch frühstücken könne, gabs Hiebe. Und nicht nur angedeutet. Die Schulter schmerzte, das Grinsen blieb. Der insgesamt gute Eindruck von den Kollegen aber auch. Muss man ja auch Glück mit haben, wie ich hörte.

Tag 6- Epilog

Einen Tag brauchte ich dann doch, um wieder runter zu kommen. Die permanente Präsenz ist anstrengend. Insgesamt hats aber Spaß gemacht, für die erste Fahrt war das gar nicht so schlecht.

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Was ist Geschichte ?

August 20, 2009 · 2 Kommentare

Bei der Unterrichtsvorbereitung stieß ich mal wieder auf einige Zitate, die als thematische Einführung zur posttitelgebenden Frage die Schülergemüter kitzeln sollen. Zwei davon sind so nett paradigmatisch, dass ich sie auch hier nicht ungeteilt lassen will. They go like this:

# 1

Um mich zu belehren, schlage ich ein altes Schulbuch auf, den sog. kleinen Ploetz: Auszug aus der alten, mittleren und neuen Geschichte, Berlin 1891. Ich schlage eine beliebige Seite auf, es ist Seite 337, sie handelt vom Jahre 1805. Da findet sich: einmal Seesieg, zweimal Waffenstillstand, dreimal Bündnis, zweimal Koalition, einer marschiert, einer verbündet sich, einer vereinigt seine Truppen, einer verstärkt etwas, einer rückt heran, einer nimmt ein, einer zieht sich zurück, einer erobert ein Lager, einer tritt ab, einer bedroht einen, einer wird zurückgedrängt, einer wird hingerichtet, einer tötet sich, alles dies auf einer einzigen Seite, das Ganze ist zweifellos die Krankengeschichte von Irren. [Gottfried Benn]

# 2

Ohne Geschichte ist des Menschen Leben eine ewige Kindheit und Blindheit. [Philip Melanchthon]

Während ich mich bzgl. der Schüleräußerungen noch etwas gedulden muss, erlaubt es mir dieses großartige Medium, meinem Hang zur Ungeduld schon jetzt statt zu geben. Also: Was ist Geschichte für dich ? Subjektive Freestyledefinitionen sind hochgradig erwünscht :-) !

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busy

April 27, 2009 · Kommentar schreiben

shhh…  he thought it to be maybe slightly inappropriate,  even a bit immature, but he had these moments wishing back the days when being busy just meant something else…

jawbreaker

via

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wimp.

April 10, 2009 · Kommentar schreiben

Seit zwei Wochen sitze ich an der Korrektur meiner ersten Klausur. Ist „nur“ 10. Klasse, Reproduktionsaufgaben dominieren die Transfernummern, ist alles gar nicht so schwierig, aber trotzdem: mehr als 5 Klausuren hintereinander hab ich bislang nicht geschafft. Zu langatmig die Redundanz sowohl der Texte als auch meiner Anmerkungen, irgendwie ermüdend da wenig spektakuläres dabei und dann das:

Als ich die erste 5 vor mir sah wurde mir ganz anders, um nicht zu sagen elend. Liegt wohl daran, dass es ein insgesamt sehr angenehmer Kurs ist, keine unsympathischen Nasen dabei und so blickte ich mit Wohlwollen und -noch vertretbarer- Ressourcenorientierung über die Aufgaben: die Lösung irgendwie erahnt, aber umgangssprachlich hingehudelt, das Layout mancher Klausur ein schlechter Witz, fast schon mutwillige Verweigerung von adäquatem Textverständnis und trotzdem: sachorientiert und nüchtern bewertete ich das Verwertbare. Punkte gabs nicht geschenkt und beim Summe ziehen hatte ich desöfteren Herzflattern: ach schade, doch nur ne drei !

Das Resultat: eine Karikaturenanalyse erweis sich als Fallstrick für die meisten, ein dicken Mittelfeld auf der Notenskala die Folge, aber es gab auch Erleichterung: bei der 5 hatte ich eine Aufgabe übersehen und glücklicherweise passte der da schon vermerkte Aufmunterungs- und Motivationssatz auch noch zur Vier.

Und irgendwie konnte ich nicht anders, als irgendwann die Melodien dieser großen Werke der Musikgeschichte vor mich hin zu summen (Songs 3 & 4, ab 4:29min).

But I will progress !

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ferien

April 2, 2009 · 4 Kommentare

Inmitten des Trubels der letzten Wochen erschienen sie mir wie ein schemenhafter Rettungsanker weit entfernt von meinen Zugriffsmöglichkeiten,  doch nun stehen sie vor der Tür und erst heute ist mir aufgefallen, wie nötig ich sie habe: friggin´ ferien !!

Das whiteboard wurde sukzessive von dem Lumocolorbeschmierungen bereinigt, Termine für Unterrichtsgestaltungen, Klausuren, eine Exkursion, Referate fürs Studienseminar, Unterrichtsbesuche und sonstige Projekte Woche für Woche abgetragen und nun ist die Katharsis fast perfekt und das Board fast leer. Schade nur, dass es sich FÜR die Ferien wieder füllen wird, aber scheiß drauf, ich genieße gerade den Moment und da ist Weiß die Farbe to go !

Konnte die werten Ref-Kolleginnen also ein wenig verstehen, die sich angesichts der bevorstehenden Ferien glucksend und aufgedreht wie nach zwei Prisen Amphetamin um den Hals fielen – als Nichtanhänger der Bussi-Bussi-Fraktion aber eben nur fast (bin ein Fan von exklusiven Körperkontakten ;-)   ).

Und sonst ? Die Abiturienten brachten heute die letzten Prüfungen hinter sich, grillten spontan auf dem Schulhof und beschallten das Szenario mit lausiger Techno-Mucke, aber  hey: sind ja noch jung, kann ja noch was werden mit dem Musikgeschmack.

Als ich sie so sah,  fragte ich mich für einen Moment schon, wie man auf die Idee kommen konnte, nach all dem Stress und Zores irgendwann wieder an diesen Ort zurückzukehren, um die Lehrkraft zu mimen. Aber das ist eine andere Geschichte und überhaupt, der Job hat ja soooo viele Vorteile (einmal hinter die Kulissen schnuppern und jeder Stammtischprimat wäre für drei Leben geheilt) !  Aber das führt jetzt zu weit, wollte ja auch nur mal meine Freude über die Ferien teilen :-) – done.

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Lehrerklamotten

März 10, 2009 · 3 Kommentare

Gehört ja irgendwie integral zum Schulalltag dazu: wie ist die Lehrkraft gekleidet ? Laut Hörensagenumfragen ist „gute Kleidung“ unter den Top 4 von Schülerwünschen (neben so Sachen wie „Verbindlich“, „Kompetent“, Humorvoll“) zu finden und das ist ja auch verständlich. Je nach Unterrichtsform hat das Schülerauge 45 oder 90min Zeit, mehr oder weniger gelungene Kombinationen zu goutieren und wahrscheinlich hat jeder so seine Klassiker der gelungenen Klogriffe. Meiner ist ein ehemaliger Mathelehrer, der seinen voluminösen Oberkörper beständig in ausgewaschene Fruit of the Loom – Pullis zwängte, die seine massigen Proportionen eher mindererotisch zur Geltung brachten: das Ganze sah aus, als hätte man dem Michelin-Männchen ein Puppenhemdchen übergestreift. Aber egal.

Denn wie ich so jüngst feststellte, bewirkt diese Tradition auch gewisse Freiheiten – bewusst gewagte Kombis (z.b. braune Schuhe, grüne Cordhosen, Ringelpullis mit Khakiton) lassen sich mit Pret-a-Porter mäßiger Eleganz tragen, wenn man weiß:  Adel verpflichtet. Angesichts der jüngeren Generationen von Lehrkräften, die den Schülern in Sachen Hipness oftmals einen Schritt voraus sind, brauchts doch die Relikte, die dann und wann signalisieren: Die Legende lebt  !  Und schon die Kleinen sind mehr oder weniger gewiefte Kenner: in einer 6. Klasse wurde mein grünes Cordsakko mit süßfrechem Blick und einem „hey, schickes Jackett“ quittiert, während eine Mitschülerin nur fragte,  „wieso tragen Sie heute eine Jacke ?“ (mir war kalt).

A propos Kälte: Freue mich schon auf dem Sommer, wenn ich mittels WordPress-Shirt die zentraldidaktischen „W“-Fragen bauchspannend antizipiere, denn nicht so offentsichtliche Rätsel („wie kann man nur so rumlaufen ?!“) sind immer noch die Besten !

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luftlinie

Februar 18, 2009 · 3 Kommentare

Eigentlich ein ganzes schönes Sinnbild:

Im Obergeschoss nebenan haust ein Kid, das die meiste Zeit vorm Rechner zu verbringen scheint. Ich nutze das Fenster zu allen Tageszeiten gelegentlich zum raus rauchen und gestern abend waren sie zu zweit: freudestrahlende Gesichter, gebannte Blicke auf den Bildschirm, hektische Finger an Maus und Tastatur. Irgendwann die Abwechslung, der Kumpel war dran. Während dieser nun fingerte und machte, wirbelte jener mit fuchtelnden Händen im Hintergrund umher,  schlug sich immer wieder auf die Beine und ging im Zimmer auf und ab.  War wohl kaum auszuhalten, die Spannung.

Für eine Zigarettenlänge sah ichs mir an, dann kehrte ich – keine 5 Meter Luftlinie von diesem Panoptikum der Glücksgefühle entfernt – an meinen eigenen Schreibtisch zurück, wo Unterrichtsvorbereitung auf mich wartete. Nicht gerade ein Panoptikum der Unglücksgefühle, das nicht. Schöner aber diese Momentaufnahme einer gängigen Herausforderung des Lehrerlebens: der eine tüftelt, der andere vergnügt sich und am nächsten Tag kommen sie zusammen und müssen das Beste draus machen.  Was mal mehr mal weniger gelingt.

Oder wer kann davon berichten, beim abendlichen (Schul)aufgabenerledigen von Glücks- und Ekstasegefühlen übermannt zu werden und zwar ohne Zuhilfenahme von Rauschmitteln ?

ps: Gin Tonic ist kein Rauschmittel. Sambuca auch nicht. ;-)

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Zur Struktur internationaler Firmen

Januar 8, 2009 · Kommentar schreiben

Eigentlich ein ganz feiner Einstieg für ne PoWi- Stunde :-)   (wird beizeiten mal getestet). Gefunden bei dasistdasen.de.

strukturen-internationaler-firmen

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per definitionem

Oktober 16, 2008 · Kommentar schreiben

Neulich am Seminar und in einer Veranstaltung zur Stimm- und Sprecherziehung wurden die Teilnehmer eingeladen, für die nächste Sitzung die vertretene Fächerkombination im freien Vortrag zu beschreiben, nach dem Schema (in meinem Fall) „PoWi ist…“

Beim Grübeln über einen adäquaten Text stieß ich in meiner Erinnerung auf zwei nette Definitionen, für mich damals bestechend aufgrund der Differenz im deutschen und angelsächsichen Zugang zum Thema.  Die erste:

Der moderne Politikbegriff bezieht sich klassischerweise auf jenen gesellschaftlichen Bereich, „in dem die fundamentalen Ordnungs- und Koordinationsprobleme in und zwischen sozialen Verbänden durch verbindliche kollektive Entscheidungen über die Allokation von Gütern, Ressourcen etc. unter dem Einsatz von Macht geregelt werden“ (Jürgen Gebhardt)

Die andere:

Politics: Who Gets What, When, How (Harold D. Lasswell)

Ich mag beide, freue mich aber schon aufs Auswendiglernen der ersten :-) und die sprachliche Einbettung des Rohmaterials in den Fachkontext, Tipps können aber auch gerne hinterlassen werden !

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