sukzessive entwicklung zum guten

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I got away

Juni 30, 2009 · Kommentar schreiben

So schrien es schon die famosen Musikanten von Heroin [clickclicklisten], für mich wars heute der Losspruch nach einer fulminanten Radfahrt. Was war geschehen ?

Nun, ein zwei mal die Woche genieße ich den Luxus, die 30km Wegstrecke von  meiner Ausbildungsschule nach Hause per pecko zurückzulegen, ist so schon cool, beim gegenwärtigen Wetter aber fühlt sich das an wie 1,5h Urlaub. Heute jedoch, so ab km10 baute sich hinter mir eine schwarze Wand auf, Blitze zuckten am Horizont, der Donner ließ die Erde erbeben (ein wenig Dramatik muss sein :-) ) und ich trat in die Pedalen wie ein Bekloppter.  Vor mir klarer Himmel, hinter mir das Ungemach. Ich grübelte, wie es sich wohl anfühlen würde, vom Blitz erschlagen zu werden, stellte aber schnell fest, dass ich darauf gar keinen Bock hatte. Also treten. Schneller. Immer schneller. War ganz erstaunt, wie schnell ich fahren konnte. Das Gewitter im Nacken, die Strecke vor Augen, nahm ich nichts weiter wahr als das gleichmäßige Surren der Reifen auf asphaltiertem Grund.

Auf einmal erschien neben mir ein älterer Herr. Hatte sich bei irgendeinem Dorf auf den Radweg dazugesellt und fuhr neben mir. Ohne Worte. Hielt das Tempo. Wollte ihn schon fragen, ob er auch vorm Gewitter flüchtete, aber der Fahrtwind war zu laut. Einige Kilometer lieferten wir uns ein sprachloses Kopf an Kopf-Rennen. Er wollte überholen, ich zog mit. Ich trat fester, er tat es auch. Irgendwann bog er ab, verabschiedete sich mit einem oldschooligen „Und tschüss !“.

Kaum zu Hause angekommen, ging der Regen los.  Ich gönnte mir meinen eigenen Regen. In warm. Und dosierbar. War zwar nicht das erste Mal Gewitterfluchtfahren, aber dankbar fürs Heil davongekommen sein war ich schon.

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der temporärnahulatschek

September 5, 2008 · 1 Kommentar

Mit dem Rad von A nach B zu kommen ist noch immer die angenehmste Reisemöglichkeit im Alltag – Sprit gespart, Umwelt geschont, den Antiastralkörper geschunden und nicht zuletzt (nach einer guten 3/4h Berg und Tal): die Funktionswäsche nassgemacht. Glückselig der Bicyclettist mit ansprechender Frischmachvorrichtung beim Arbeitgeber, sprich der Möglichkeit, stilvoll die funktionale Synthetik abzustreifen und in frische Baumwollwärme einzutauchen (womöglich noch nach einer Dusche !).

Nicht so der Temporärnahulatschek, der zu diesem Zwecke Schul- und Seminartoiletten aufsuchen muss, sich dort auskleidet, wie beim Picknick ausbreitet (ohne jedoch den Boden zu berühren, hua ! ), beim Suchen der Frischwäsche in der Ortliebtasche verirrt (dem konvexen Riesen) und schlussendlich trocken, frisch und irgendwie auch froh ist, dabei unbeobachtet zu sein (die Trennwände sind mancherorts doch arg niedrig).

Wiewohl: wartende Kolleginnen und Kollegen mit „Moment, muss noch gerade die Hose wechseln“ zu begrüßen, hat auch seinen Charme. Definitiv mehr, als die Sache so zu gestalten (wäre mir zu windig).

schönes WoE !

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