sukzessive entwicklung zum guten

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Etappenziel

Oktober 6, 2009 · 4 Kommentare

Yeah ! Neulich noch stolz darauf hingewiesen, schon seit unglaublichen SECHS Tagen rauchfrei zu sein, erblickte ich kürzlich auf meinem motivationsstimulierenden Rauchfreibegleitungskalender [den es übrigens hier gibt] diesen netten Glückwunsch zu einem ersten Etappenziel:

etappenziel

Blicke ich zurück, stelle ich einige durchaus positive Veränderungen fest:

1. Schon nach wenigen Tagen fühlte ich mich, als wäre ein unsichtbarer Trägheitsschleier von mir genommen worden. Obwohl es mitnichten der Realität entsprach, dachte ich, ich hätte ein paar Kilo abgenommen.

2.  Als 1A-Substitut für den Nikotinentzug erwiesen sich Nicotinell-LUTSCHtabletten [muss man in der Apotheke nach fragen, da die meisten nur die Kaugummis anbieten]. Der seligmachende Stoff wird über einen Zeitraum von einer halben Stunde im Blutkreislauf verteilt, sehr smooth geschieht das, nicht so brachial wie bei den Kaugummis.

3. Nach fast 40 Tagen konnte ich das Nikotin auch sukzessive ausschleichen – wer also eine Drittel Packung haben mag, hinterlasse Name und Anschrift, die Sendung geht aufs Haus.

4.  Nach fast zwei Monaten wandelten sich auch habituelle Muster zum Neuen – vorbei die Zeiten, als ich vor einer Klasse stand, der Schüler in der ersten Reihe auf meine linke Hand starrte und fragte: „Herr L, warum halten sie die Kreide wie eine Zigarette ?“

5. Ironischerweise bin ich ganz dankbar, dass meine Mundflora nicht mehr nach einer Mischung aus Gülle, Schmodder und Ranz duftet. Vor allem, wenn man nichtrauchenden Menschen (wie z.b. kleinen Schülern) nahe kommt, ist das nicht unpassend.

6. Mancher Mythos wurde allerdings auch gebrochen:  beim Fußball spielen hab ich fast genauso wenig Kondition wie als Raucher, zumindest hier scheint es keinen Zusammenhang zu geben – weshalb ich auch lieber Badminton spiele, denn da gehts.

Dies alles ist kein Grund für die Geburt eines neuen Missionars, dafür hab ich auch gerne geraucht, vor allem, weil es so leckeren Tabak gibt. Außerdem ist die Psycho-Hürde die weitaus härtere, nach sieben Jahren wieder anzufangen, ein Klacks.  Zudem freue ich mich jetzt schon auf die Don-Stefano-Zigarre zum 2. Staatsexamen [und das ist im Sommer !].

Aber wie sagte ein Bekannter neulich auf einer Grillfete, als ich ihm – mit einer Kippe in der Hand – von meinen Plänen erzählte und all die pro und contras abwog: „Stefan, du musst dich von der Liebe leiten lassen, alles andere ist scheißegal !“  Und ja, er sprach mir aus der Seele.

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Der Pädagoge

Juni 20, 2008 · Kommentar schreiben

… klopfte neulich in Gestalt meines Nachbarn an der Tür und bat um eine Zigarette für seinen Sohn. Der ist fünf, ein aufgewecktes Kerlchen, das Golf spielt und seit längerem Vorschulenglischkurse besucht – außerdem wächst er zweisprachig auf (tschechisch und deutsch) und nimmt Klavierstunden. Alles ideale Vorraussetzungen, um spätestens mit Zehn eine altkluge schöngeistige Diva abzugeben. Aber egal. Der Knabe hatte desöfteren Menschen beim Rauchen beobachtet, seine Neugier war geweckt. Einer solchen Neugier kann man nun unterschiedlich begegnen, leider zieht die Nummer a la „das ist so ungesund“ bei den Schlauen irgendwann nicht mehr. Und warum jahrelang Verbote aussprechen, die Neugier nur weiter nähren und irgendwann während der Pubertät fangen die Knilche dann doch mit dem Qualmen an ? Daher erscheint dezente Brachialprophylaxe als Gebot der Stunde, zumal es hierfür prominente Vorbilder gibt (click image):

Mal sehen wie es ausgeht und ob sich der Vater wirklich überwinden kann. Ich meine: besser kurz gelitten und in frühen Lebensjahren gebrannt, als später die Lebensdekaden abhängig zu verbringen.

dfn

Edit: wie ich gestern erfahren habe, wurde der Versuch wie geplant durchgezogen und bewirkte ähnliche Konsequenz wie bei Calvin – ist vielleicht noch etwas verfrüht, aber festzuhalten bleibt: Brachialprophylaxe rules  ;-) !

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Rauchstop

März 19, 2008 · Kommentar schreiben

„Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen“, „Rauchen kann tödlich sein“, „Rauchen führt zu Impotenz“ – diese und zahlreiche andere Warnungen sind dem gemeinen Raucher nicht unbekannt – und ich schätze mal, er bzw. sie quittiert die entsprechenden Aufschriften beim Griff in die Schachtel oder den Beutel u.a. mit einem verdrängenden „Mag sein, aber ich komme schon davon.“ Oder aber mit Humor. Oder mit Heinz Strunk: „Rauchen ist einfach geil“.

Humor ist auch meine Domäne und da ich neulich dieses Stilleben hier entdeckte,

kippenautomat.jpg

zudem ein konstruktiv denkender Zeitgenosse bin, hier mein Vorschlag für die künftige Gestaltung von Kippenpackungen: weg von Schocktexten in Todesanzeigenoptik, hin zur visuell aufreizend gestalteten Darstellung der Rauchfolgen (hier: Verrohung der Persönlichkeit inkl. Hang zur Beschaffungskriminalität) – ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte – und warum nicht auch unterhalten beim Mahnen ?

 

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