Der Wecker klingelt und die „Rob Green Morning Show“ jinglet. Und, Entschuldigung, aber what the f*** ? Soviel Verbaldiarrhoe aus nur einem Mund, ein Chor von knopfdruckgutdraufen Lakaien im Hintergrund, Themen so relevant wie faulige Zehen, dazu Anrufer aus dem Miozän – und ich will wieder schlafen gehn. Geht aber nicht, wach ist der Wicht, „spielt sein Leben laut“ und wäre doch lieber taub, zumindest für diesen Moment. Guten Morgen auch.
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primatenradio
Februar 24, 2009 · 2 Kommentare
Kategorien: Alltag
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luftlinie
Februar 18, 2009 · 3 Kommentare
Eigentlich ein ganzes schönes Sinnbild:
Im Obergeschoss nebenan haust ein Kid, das die meiste Zeit vorm Rechner zu verbringen scheint. Ich nutze das Fenster zu allen Tageszeiten gelegentlich zum raus rauchen und gestern abend waren sie zu zweit: freudestrahlende Gesichter, gebannte Blicke auf den Bildschirm, hektische Finger an Maus und Tastatur. Irgendwann die Abwechslung, der Kumpel war dran. Während dieser nun fingerte und machte, wirbelte jener mit fuchtelnden Händen im Hintergrund umher, schlug sich immer wieder auf die Beine und ging im Zimmer auf und ab. War wohl kaum auszuhalten, die Spannung.
Für eine Zigarettenlänge sah ichs mir an, dann kehrte ich – keine 5 Meter Luftlinie von diesem Panoptikum der Glücksgefühle entfernt – an meinen eigenen Schreibtisch zurück, wo Unterrichtsvorbereitung auf mich wartete. Nicht gerade ein Panoptikum der Unglücksgefühle, das nicht. Schöner aber diese Momentaufnahme einer gängigen Herausforderung des Lehrerlebens: der eine tüftelt, der andere vergnügt sich und am nächsten Tag kommen sie zusammen und müssen das Beste draus machen. Was mal mehr mal weniger gelingt.
Oder wer kann davon berichten, beim abendlichen (Schul)aufgabenerledigen von Glücks- und Ekstasegefühlen übermannt zu werden und zwar ohne Zuhilfenahme von Rauschmitteln ?
ps: Gin Tonic ist kein Rauschmittel. Sambuca auch nicht.
Kategorien: Im Referendariat
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Klobibliothek
Januar 20, 2009 · Kommentar schreiben
Wann immer der Drang drängt zu leeren, zu rinnen sucht man dich auf und genießt es bald drinnen Die Hosen ganz unten, der Rücken gestreckt ein Blick über die Schulter, Inspirierendes entdeckt Ein Buch in den Händen, vergraben der Geist im Vergessen der Zeit bald die Wohnung vergreist Die Beine ganz taub, der Körper ganz schlaff leer und doch voll, der Fokus ist wach Oh Klobibliothek, wie versüßt du die Stunden deren Duftwelt dem Olfaktorium nicht munden ! Oh Klobibliothek, wie du namhaft bestückt das Herz des lesenden Scheißers beglückst ! Dank wordle auch in schön![]()
Kategorien: Sprache
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