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Religion und Frieden ? Bitte ? Sinds nicht die Fundis jeglicher Couleur, die dafür verantwortlich sind, dass die Welt so kriegerisch ist, wie an vielen Orten zu besichtigen ? Und geben diese Entwicklungen nicht Wasser auf die Mühlen von Atheistenfundis wie Dawkins, Hitchens et al., für die Religion Quelle allen Übels ist ?
Passen diese Begriffe also überhaupt zusammen ? Oh ja, das tun sie. Ich hatte vor einiger Zeit das Vergnügen, einen Sammelband zu rezensieren, dessen Beiträge dem „ob“ und „wie“ konstruktiv nachgehen – und dessen Verdienst es u.a. ist, der seit Huntingtons Thesen vom „Kampf der Kulturen“ eher pessimistischen Einschätzung des Friedenspotenzials von Religion ein reflektiertes „Ein anderer Zugang ist möglich“ entgegenzustellen. Sehr empfehlenswerte weil horizonterweiternde Lektüre ! Die Rezi gibts hier
pax vobiscum
Kategorien: Religion
Mit Tag(s) versehen: Buchtipp, Frieden, Friedensstiftende Religionen ?, Lektüre, Religion, Rezension
Ein wohlmeinender Freund reichte mir jüngst einen email-Newsletter der „simplify“-Macher weiter. Weil ich gerade zu tun hatte, klickte ich auf „Drucken“, ging Tee kochen, aufs Klo und warf mir – grippebedingt – die Tagesration Medizin ein. Als ich zurückkam, druckte es immer noch: erst die 13. von 20 Seiten ? Hm. Sollte es nicht um Vereinfachung gehen ? Können bzw. sollten gute Gedanken – zumal in einem NEWSLETTER – nicht in der berühmten Nussschale präsentiert werden ?
Bei späterem Lesen bestätigten sich erste Befürchtungen, denn rund 3/4 des Textes waren Lobpreisungen der simplify-Methode. Tenor: „finde Lebensglück“, „genieße ein Leben ohne Ängste und Sorgen“ mit „simplify“ ! 10 Paar Socken im Schrank ? What ? Du brauchst nur fünf ! Geschirr, Hemden, Finanzen, Beziehungen -mutatis mutandis- dito ! Das Nervige: warum wird die Botschaft alle paar Zeilen wiederholt ? Bin ich debil ? Die Penetranz der suggestiven Verkaufsargumentation ist kaum auszuhalten. Eigentlich schade, denn verschüttet im Universum des gedruckten Verbalspams sind ja nicht unkluge und unberechtigte Ideen zur tatsächlichen Vereinfachung von Leben enthalten und natürlich sind Dankbarkeit, Gelassenheit, Glück und Zufriedenheit absolut erstrebenswerte Güter bzw. Seinszustände.
Aber die erschließt man sich angesichts einer solchen Präsentationsform wohl besser andernorts – denn Vereinfachung impliziert in meinen Begriffen Geduld, Muße, Originalität & Individualität und eben nicht die schulmäßig verplante, durchorganisiert bevormundende Strukturierung von Veränderung im Abarbeitsmodus. Die Einspeisung bzw. das Ausschlachten von Lebenshilfen in bzw. durch die Mühlen der Profitmaschinerie verwurstet und verorganisiert annehmbare Ideen derart, dass simplify-Konsumenten mitunter einem famosen Paradoxon begegnen: bedürftig (oder: konditioniert) nach Vereinfachung wird ihnen ein so komplexes Aufgabenpaket serviert, dass der Zeitaufwand zum Entrümpeln bzw. der Identifikation wirklich guter Infos (von der UMSETZUNG ganz zu schweigen) vielleicht doch besser ins Socken (30 Paar !) sortieren investiert werden sollte. Denn dabei hat man Muße zum Nachdenken, z.b. über Kants Diktum „sapere aude “
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complexify – evolve ( alternativ ) !
dfn
Kategorien: Alltag
Mit Tag(s) versehen: Alltagsvereinfachung, complexify, Lektüre, schönes Leben, simplify-Konzept
und willkommen auf den Seiten meines Blogs. Wie 1000x vor mir gehts auch hier um das Teilen von Gedanken und Eindrücken – die Dimensionen kann ich gegenwärtig noch nicht erahnen, mal sehen was so anfällt.
Herzliche Grüße und anregende Lektüre – werde mich bemühen
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Kategorien: Begrüßung
Mit Tag(s) versehen: Begrüßung, Dimensionen, Gedanken, Lektüre, Unspezifisch aber freundlich