Reiz der Pornographie

Ich habe jobbedingt des öfteren das „Vergnügen“ die Kopulationsakte anderer Menschen anzusehen. Verfolge das Genre sonst nicht, aber was mich verblüfft ist die Anzahl privater Akteure, die scheinbar nix besseres in Sicht haben, als ihre Sexualität im Hardcore-Format vor einer Kamera auszuleben.

Weit entfernt von klassischen Thesen zur Pornographie (vgl. Matthias Frings (Hg.): Fleisch und Blut. Über Pornographie, Rowohlt Verlag 1988) erscheint es mir auf den ersten Blick wie eine Mischung aus paradoxer Wohlstandsproblematik (Stichwort der sinnentleerten, weil säkularen Schnäppchengesellschaft) und hiermit verbundener, archaischer Rückbesinnung auf basalste Triebe mit vulgärem Zwang zur Exhibition (was gemeinhin mit dem Termin der „Unterschicht“ belegt wird, aber das triffts nur zur Hälfte, wenn auch Studenten involviert sind).

Auf den zweiten Blick mag es für manche mittlerweile ins Portfolio „zwanglos“ gelebter Jugendlichkeit zu gehören, auch mal Pornos gedreht zu haben – nur um sich dann später zu wundern, wenn der recherchegewiefte Personaler den Job verweigert, weil die BWL-Kenntnisse der Bewerberin nicht ganz zu ihrer cum-shot-Expertise passen.

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