Buchbesitzästhetik

Ein Post für die Kategorie „kindliche Freude an schönen Oberflächen“, um nicht zu sagen „Oberflächenästhetik“.  Heute: ex libris-Stempel.  Völlig unnötige Besitzmarkierungen für Angeber, mögen die Einen sagen. Bücher kommen und gehen, je weniger Spuren sie dann aufweisen, umso besser. Oder: sie kommen und bleiben, füllen schmucke Paschen-Regalwände und flößen dem affinen Beobachter Respekt oder Freude ein.

Bei mir ist es letzteres, was vor allem damit zusammenhängt, dass in Büchern soviel Sinnvolles, Schönes und Unterhaltsames zu finden sein kann. Außerdem hat es einen gewissen Charme, wenn, wie mir vor Jahren begegnet, der Buchbestand einer Unibibliothek mit den Beständen ehemaliger Professoren bestückt ist, die sich post mortem mit stilisiertem Konterfrei-Stempel der Nachwelt empfehlen. Eine nette Momentaufnahme und ein Stück Geschichte. Nicht weniger charmant ist es, bei gebrauchten Büchern eine ganze Armada von Einträgen und ex-libris Stempeln vorzufinden, auch hier die Möglichkeit interpretierter Geschichte: wer hat wohl was aus dem betreffenden Buch mitgenommen ?

Spuren legen, folgen und interpretieren ist es also, was mir daran gefällt (was mich auch beim Bloggen motiviert), mehr als nur Anstreichungen in Büchern vorzufinden. Wenn die Einträge dann auch noch aus kryptischen Unterschriften bestehen, ist die Momentinterpretationsrätselfreude garantiert. Daher gehe ich mit gutem Beispiel voran (innerhalb des sehr speziellen Mikrokosmos´ einer solcher Wahrnehmung :-)  ) und teile ein Beispiel (der Stempel kommt aus dem Hause Moses-Verlag):

Schönen Tag !

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