Von der Kunst selbstorganisierten Arbeitens

Prolog:

Dieser Post ist ein Nebenprodukt meiner gegenwärtigen Examenslernphase. Um der Quarantäne zumindest zeitweise zu entkommen und den Blick aus dem Tunnel zu richten, hier eine Dreiviertelstunde freizügige Konstruktivität mit evtl. Mehrwert. Lets go:

Viel zu tun und am überlegen, wie es mit kühlem Kopf zu schaffen sein könnte? Der ganze Tag steht dafür zur Verfügung, keine Büroroutine oder geregelte Arbeitszeiten jedoch vereinfachen die Strukturierung?  Hm. Dazu könnte man sich (teure) Ratgeberbücher anschaffen (aber bitte nicht: „simplify your life“🙂 ). Oder weiterlesen. Wiewohl: für den organisationsgewieften Menschen ist das Nachfolgende wahrscheinlich reichlich banal, für den unorganisierten vielleicht aber eine Inspiration. You decide.

1. Tag einteilen

Was gibts zu tun und wie lässt es sich auf den Tag verteilen? Entlang der Einheiten morgens (7.00-13.00Uhr), mittags (15.00-19.00Uhr) und abends (20.00-22.30Uhr) kann es hilfreich sein, thematische Pakete zu schnüren, anstatt sich den ganzen Tag mit nur einer Sache herumzuschlagen (es sei denn, es ist WIRKLICH dringend). Zum Beispiel: morgens werden die praktischen Prüfungsteile besehen und Schulrecht gepaukt, mittags an der Prüfungslehrprobe No1, abends an der PL No2 gearbeitet.

2. Pausen

Wer kennt nicht das Phänomen des Prokrastinierens? Um nicht abzuschweifen und allen möglichen Kram den eigentlich anstehenden Herausforderungen vorzuziehen, empfehlen sich echte Pausen. Auf die kann man zuarbeiten oder sich freuen. Je nachdem. „Zuarbeitspausen“ können sein: Spülen, Wäsche aufhängen, Staubsaugen. Bringt nach langem Sitzen auch etwas körperliche Ablenkung (sowie Freude&Dankbarkeit etwaiger Hausgenossen). „Drauffreupausen“ sind eher länger: Spazieren gehen, eine Runde Rad fahren oder Schwimmen – diese Pausen bieten sich so am Nachmittag an, wenn man dem blauen Himmel nicht mehr nur durchs Fenster nachweinen, sondern ihn auch mal unmittelbar genießen will. Außerdem unterteilen sie einen langen Tag und spenden neue Energie. Echt jetzt.

3. Ruhen

Allen konstruktiven Pausenideen zum Trotz, irgendwann gehts nicht mehr. Der Kopf wird schwer, die Augen brennen, der Rücken schmerzt, das Handgelenk auch; kurzum: man braucht eine Ruhephase. Toptipp: Der Kurzminutenschlaf. 10min auf den Boden legen (ist nicht SO bequem und man ratzt nicht weg), evtl. die Beine im 90Grad-Winkel irgendwo auflegen, dann kann der Rücken auch etwas entspannen. Funktioniert auch mehrmals am Tag.

4. Psychologische Kriegsführung

So eine Prüfungsphase ist natürlich kein Leben. Glücklicherweise ist sie absehbar. In den Untiefen skurriler Unthemen versunken, kann es lebenserhaltend sein, sich Panoramen des Glücks vor Augen zu führen. Der Abend mit der/dem Liebsten. Das nächste Wochenende. Der nächste Urlaub. Eine Gerstenkaltschale die mit H anfängt und mit N aufhört. Und und und.

Epilog:

Auch wenn der unmittelbare Bezugspunkt dieses Posts eine Prüfungssituation ist, funktionieren die Tipps auch bei „normalem“ selbständigen Arbeiten, bei dem es ja auch darum geht, sich immer wieder zu motivieren, ohne dass eine unmittelbare Kontrollinstanz für einen (manchmal nötigen) Druck sorgt.  Sah neulich einen Buchtitel, dessen Inhaltsverzeichnis ganz vielversprechend aussieht und der dem/der an der Thematik Interessierten hier mal ans Herz gelegt wird.

8 Antworten zu “Von der Kunst selbstorganisierten Arbeitens

  1. Der Unvermeidliche!

  2. Darf ich auch zwanzig mal am Tag 10-Minuten-Schläfchen halten? Und zählt das dann noch unter Kurzminutenschlaf? Und wenn ich diese Phasen auf werktags zwischen acht und siebzehn lege, kann ich dich dann als Beschwerdeempfänger angeben, falls es Ärger gibt?

  3. Geht alles. Und falls es tatsächlich Ärger geben sollte: Die Kontaktadresse für die Beschwerden lautet:
    Omaha Winfrey Inc.
    Paradise Road 821
    Grand Cayman, Cayman Islands

  4. Vielen Dank! Ich werde sie sicher in Anspruch nehmen, hoffe, dass Sie einen riesigen pompös-dekadenten Briefkasten besitzen und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

  5. Gern geschehen, wertes Fräulein Koma! Die Vorfreude potentieller Kunden ist primärer Antrieb unseres Unternehmens, jeden Tag Großes zu leisten und die Welt ein bisschen besser zu machen.
    PS:
    Der Briefkasten ist tatsächlich pompös-dekadent: Uns gehört die lokale Poststation.

  6. Zu viel Zahnpasta geknabbert? Wo sind Sie denn?

  7. Ach liebe Frau Sorgenmach, ich war nie weg. Musste nur was erledigen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s