kalter Entzug

Ich glaub es war der Spiegel, der mich drauf brachte. Wiederholt tauchten in den letzten Monate Features, Interviews und Storys auf, die einen Bezug zu dieser Serie herstellten. Und ich erinnerte mich daran, schon vor längerer Zeit mal etwas darüber gelesen zu haben. Doch dieses Mal musste ich mir das genauer ansehen.

Die Rede ist von „The Wire“, der, so ein wahrscheinlich etwas verzerrter O-Ton, „besten Kriminalserie aller Zeiten“. Eine Serie wie ein mehrbändiger Roman, handelnd vom Niedergang der einst blühenden Stadt Baltimore an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Gedreht in den Jahren 2002-2008. Als wahrscheinlich letzter hab ich davon gehört, machte aber nichts, denn:

Was soll ich sagen? Die erste Staffel kam ins Haus und nach ersten Startschwierigkeiten (der anfangs überzogene Vulgärsprachgebrauch war etwas nervig, wird z.T. aber gut übersetzt) waren wir angefixt. Bedächtig entfaltet, klug erzählt, auf spannende Weise multiperspektivisch beleuchtet und mit vielseitigen Charakteren belegt – zentrales Thema: der Kampf gegen einen Drogenring.

Das daraufhin die zweite Staffel folgen musste, war fast schon zwangsläufig. Und die war sogar noch besser. Die Erfahrung, aus schierer Notwendigkeit des Verfolgens eines fulminanten Spannungsbogens 3h lang in die Welt der Hafenarbeiter von Baltimore einzutauchen, hab ich so auch noch nicht gemacht. Und das hätte jeden Tag so gehen können. Wirklich erstaunlich.  Man kann vermutlich die fünf Staffeln einfach so weggucken.

Es war also Zeit für die Reißleine. Und um ehrlich zu sein, es dauerte ein ganzes Wochenende, bis das Setting der 2ten Staffel aus meinem Kopfkino verschwunden war. Und um noch ehrlicher zu sein: Allein die Tatsache, dass lediglich die ersten beiden Staffeln mit deutschen Untertiteln zu haben sind, hat Schlimmeres verhindert.

Was bleibt? Eine wirklich spezielle und grandiose Unterhaltungserfahrung und zwei Staffeln im Regal, die ich an Locals (hey Ron!) gerne ausleihe. Und sonst? Irgendjemand hat sich die Mühe gemacht, die wesentlichen Inhalte der Gesamtspieldauer der 1. Staffel [rund 760min.] in knapp 1min zu erzählen. Hat er gut hinbekommen:

 

Auch wg. der ganzen Links interessant: der deutsche Wikipedia-Eintrag zur Serie.

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