übers Ziel hinaus

Neulich wurden wir auf der Straße von zwei Knirpsen angehauen: ob wir denn glauben würden, dass die Entwicklung der Umwelt etwas mit menschlichen Einflüssen zu tun habe. Ein daumennagelgroßes Aufnahmegerät wurde unter unsere Nasen gehalten, die beiden brauchten das Interview für den Schulunterricht.

Nachdem ich die Frage (gemeint war der Klimawandel) bejaht hatte, ging es gleich weiter: Und, wie schützen SIE die Umwelt?  Öhm.

Nach kurzer Bedenkzeit zählten wir abwechselnd gewohnheitsmäßige Handlungen auf, die zu dieser offen gestellten Frage zu passen schienen:

1.  Eine für zwei Personen ausreichend große (i.e. kleine) Wohung, um den Gesamtressourcenverbrauch angemessen zu halten  – vgl. dazu auch den sog. ökologischen Fußabdruck:   Fußabdrucksrechner aus Österreich .

2. Nur EIN Wagen für zwei Personen, mit geringem Spritverbrauch und nicht allzu hohem Co2-Ausstoß, sonst Mitfahrgelegenheiten und die Bahn nutzen.

3. In der Stadt möglichst nur zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein.

4. Fleisch und Eier in Maßen konsumieren und wenn, dann im Bioladen des Vertrauens kaufen, um nicht Massenproduktion und damit verbundene Umweltverseuchung zu unterstützen.

5.  Ökostrom beziehen, um den Ausbau regenerativer Energien zu unterstützen.

Wir hielten inne und blickten in zwei kleine verdutzte Gesichter.  Der geballte Antwortenoverkill war scheinbar nicht das, was die beiden erwartet hatten. Zaghaft fragte das Mädchen: „Und trennen Sie auch den Müll?“

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